Rund 1.500 Euro haben die Engstinger Strickerinnen, hervorgegangen aus dem bereits vor 25 Jahren gegründeten Strickkreis, im vergangenen Jahr erwirtschaftet – genug Geld, um nicht nur ein, sondern gleich drei Spendenprojekte zu unterstützen. Jeweils 500 Euro gingen an das Kinderheim „Springs of Hope“ in Kenia und an den Hilfsverein „Nepali Rotznäschen“, der sich für Kinder in Nepal einsetzt. Eine dritte 500-Euro-Spende überreichten Angelika Leippert und Silke Kunz-Wernicke jetzt an Sabine Schelkle, die Haus- und Pflegedienstleitung im Alb-Hospiz in Münsingen.
Seit 25 Jahren zeigt der Strickkreis Engstingen, wie viel Gutes sich auch mit Stricknadeln bewirken lässt. Schier unglaubliche 90.000 Euro wurden in dieser Zeit an diverse Hilfsorganisationen gespendet, die Menschen in aller Welt, aber auch in der nahen Umgebung unterstützen. Inzwischen hat die nächste Strickerinnen-Generation übernommen, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten die schöne Tradition weiterführt. Unverändert produziert werden zum Beispiel die original „Engstinger Baby-Schühla“ mit winzigem Zopfmuster. Ungefähr hundert Paar gehen – sogar noch liebevoll verpackt – an die Gemeinde, die damit die frischgebackenen Eltern in den drei Teilorten erfreut. Außerdem fertigen die Strickerinnen Socken aller Größen, Mützen, Babydecken, Dreieckstücher oder Spüllappen, die zum Beispiel beim Engstinger Weihnachtsmarkt verkauft wurden.
Im Alb-Hospiz der Samariterstiftung ist die Unterstützung der Engstinger Strickerinnen hoch willkommen. Solche Spenden tragen unter anderem dazu bei, für die acht schwerstkranken Hospizgäste Angebote zu finanzieren, die durch die Kostenbeiträge der Kranken- und Pflegekassen nicht abgedeckt sind. Hausleiterin Sabine Schelkle nannte da zum Beispiel eine elektrische Schiebehilfe für Rollstühle, die Spaziergänge oder kurze Ausflüge erleichtern könnte.
Foto: Angelika Leippert (von links) und Silke Kunz-Wernicke überreichten den Scheck an die Hausleitung Sabine Schelkle
