Demenz besser verstehen

Mit diesem Ziel haben die Samariterstiftung, der Krankenpflegeverein und die Gemeinde Dettenhausen wieder zu zwei Workshops mit dem Demenz-Parcours „Hands-on Dementia“ eingeladen. Schon im Oktober letzten Jahres waren alle drei Termine restlos ausgebucht gewesen. Diesmal lernten über 20  Interessierte, Ehrenamtliche und Angehörige von an Demenz erkrankten Personen den Parcours kennen.

Die Seniorenbeauftragte Dettenhausen, Regine Fabian, und das Betreuungsteam der Samariterstiftung im Haus im Park führten durch die Veranstaltung. Petra Koch, Teamleitung Betreuung, gab einen kurzen Überblick zum Krankheitsbild Demenz, die immer individuell verlaufe. Regine Fabian erläuterte den Parcours und schon ging’s los. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich an mehreren Stationen versuchen. Der Demenz-Parcours möchte Nicht-Betroffenen einen Eindruck vermitteln, wie sich an Demenz Erkrankte fühlen können, wenn vermeintlich einfache Alltags-Routinen plötzlich nicht mehr richtig funktionieren. 
„Es kann doch nicht so schwer sein, Fotos mit verschiedenen Handgriffen zur Frühstücksvorbereitung in die richtige Reihenfolge zu bringen“, erzählte eine Teilnehmerin. 
Doch kann es! Der Parcours ist so konzipiert, dass die Aufgaben praktisch unlösbar sind und man oft schon an der Aufgabenbeschreibung scheitert. 
Und wie fühlt man sich dabei? Die Teilnehmer*innen gaben die Antwort: hilflos, überfordert, verwirrt, unsicher, gestresst. Sie erklärten aber auch, was Ihnen geholfen hätte: Ruhe, Geduld, eine helfende Hand oder eine verständnisvolle Begleitung. Manchmal auch eine einfache Lösung: ein Klettverschluss anstelle von Knöpfen!

In der anschließenden Gesprächsrunde kamen diese Selbst-Erfahrungen zur Sprache. Das Team ordnete sie ein und beantwortete Fragen aus der eigenen Erfahrung heraus - durch die langjährige Arbeit mit Demenzerkrankten, teilweise auch als betroffene Angehörige.

So konnte das Team Möglichkeiten eines guten Miteinanders und Umgangs mit Demenzerkrankten aufzeigen und an weitere Hilfsangebote verweisen wie Beratungsstellen, Pflegestützpunkte und ausgelegtes Infomaterial der Alzheimer-Stiftung etc. Doch auch die Teilnehmer untereinander tauschten sich z.T. offen aus, gaben sich gegenseitig Tipps und Anregungen.
Die Teilnehmer verließen den Workshop meist nachdenklich und auch dankbar für die gewonnen Eindrücke.
 

 

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