Dr. Dietmar Kauderer als Vorstand der Samariterstiftung ins Amt eingeführt

Feierlicher Gottesdienst und Festakt zur Einsetzung des Vorstands Altenhilfe und Finanzen.

Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Oberensingen setzte Markus Schoch, Prälat der Evangelischen Landeskirche für die Prälatur Reutlingen, Dr. Dietmar Kauderer in sein Amt als Vorstand der Samariterstiftung ein. Der Diplom-Kaufmann und promovierte Theologe ist seit September 2025 Vorstand Altenhilfe und Finanzen bei der diakonischen Stiftung. Zuvor war er bei den Diakonissen Speyer in verschiedenen Funktionen tätig, ab Oktober 2020 als Vorstand Organisationsmanagement und Digitalisierung.

Der feierliche Gottesdienst fand im Beisein seiner Familie statt. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Diakonie, Kreis- und Kommunalverwaltungen, von sozialen Trägern und weiteren Partnern sowie berufliche Weggefährten und Mitarbeitende füllten die Oberensinger Kirche. Das Bibelzitat „Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt für eines dieser meiner geringsten Geschwister, das habt ihr für mich getan“ aus Matthäus 25,40 bestimmte Schriftlesung und Predigt. Prälat Schoch wählte dazu Worte von Dietrich Bonhoeffer, Pfarrerin Ose legte den Text im modernen Kontext aus, Vorstandsvorsitzender Hanspeter Brodbeck wies auf die gelebte Nächstenliebe in christlicher Tradition, auf die gelebte Barmherzigkeit, in der Samariterstiftung hin. Vorstand Wolfgang Bleher und Mitarbeitende der Stiftung leiteten vor der Predigt ein mit einer szenischen Schriftlesung zum Bibeltext. Nach der Predigt setze Prälat Schoch Dr. Kauderer in sein Amt als Vorstand Altenhilfe und Finanzen ein und segnete ihn. Der frühere Vorsteher der Diakonissen Speyer, Dr. Werner Schwartz, sprach ein Zeugenwort. Der Gottesdienst wurde musikalisch begleitet durch Bezirkskantor Hanzo Kim.

Hanspeter Brodbeck führte durch den anschließenden Festakt im Gemeindehaus K2O, den das Trio Café Latino schwungvoll mit lateinamerikanischer Kaffeehausmusik untermalte. Vertreterinnen und Vertreter der Samariterstiftung sowie Partner der Stiftung aus Kirche, Diakonie und Kommune gaben in ihren Grußworten Dr. Kauderer gute Wünsche für seine Aufgabe mit. Sie sprachen von der guten Zusammenarbeit innerhalb der Samariterstiftung und mit den Partnern sowie von den gegenwärtig großen Aufgaben für Verantwortungsträger im Kontext sozialer Arbeit.

Annette Kirn, Vorsitzende des Stiftungsrats, lenkte mit dem Wort des Ordenspriesters und Mönchs Charles de Foucould „Man wählt eine Berufung nicht selbst, man empfängt sie und man muss sich anstrengen, sie zu erkennen“ den Akzent auf die Berufung in ein Amt, besonders in ein diakonisches Amt. „Gefährlich“, „befreiend“ und „Gelassenheit“ stecken in diesem Satz gleichzeitig, erläuterte Annette Kirn. Überwiegend seien die Befreiung und Gelassenheit, beides wünschte sie Dr. Kauderer für seine Aufgaben, wissend, dass Gott ihn in die Samariterstiftung berufen hat.

Frank Stahl, Verbandsdirektor des Kommunalverbands für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) in Stuttgart, ermutigte Dr. Kauderer durch sein schwung- und humorvolles Grußwort zur Verantwortungsübernahme in einer Zeit, in der die Pflege aufgrund der demografischen Entwicklung und gesetzlicher Vorgaben vor einer großen Herausforderung stehe.

Als Vertreterin des Kirchenbezirks und Mitglied der Stiftungsversammlung der Samariterstiftung nahm Dekanin Dr. Christiane Kohler-Weiß Bezug auf die engen Verbindungen von Kirche und der Samariterstiftung im Kirchenbezirk. Sie gab Dr. Kauderer auf Grund seiner Liebe zu wohl gewählten Worten eine Sammlung moderner Frauengebete mit.

Sebastian Köbbert, Geschäftsführer der Altenhilfe der Zieglerschen und Vorstandsvorsitzender des Württembergischen Evangelischen Fachverbands für Altenhilfe (WEFA), betonte die überaus gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit der diakonischen Träger in Württemberg, die auch im Fachverband WEFA zum Ausdruck komme. So gestärkt könnten auch die großen Herausforderungen gemeinsam gemeistert werden.

Frank Starz, stellvertretender Vorsitzender der Gesamtmitarbeitervertretung und Mitglied der Stiftungsversammlung der Samariterstiftung, schloss schließlich den Reigen der Grußwortrednerinnen und -redner. Symbolhaft schenkte er Dr. Kauderer eine Pflegeschürze, um ihm besonders die Sorge für die Menschen, für Klientinnen und Klienten und Mitarbeitende, ans Herz zu legen, und bekannte sich dazu, gemeinsam mit den Mitarbeitendenvertretungen der Samariterstiftung diese wahrzunehmen.

Abschließend dankte Dr. Kauderer für die wohltuenden und ermutigenden Worte. Er wies darauf hin, dass sich die Gesellschaft und damit auch die Arbeitswelt rasant veränderten. „Das bringt mit sich, dass wir nicht stehen bleiben können. Wir können nicht die Antworten von gestern auf die Fragen von morgen geben“, sagte der Vorstand Altenhilfe und Finanzen. Es gehe darum, Veränderung verantwortlich zu gestalten, aber auch, in den gesellschaftlichen Diskussionen Position zu beziehen und Haltung zu zeigen. „Erfolg geht nur gemeinsam, mit Vertrauen und Verbindlichkeit. Erfolg geht nur im Team – in der Samariterstiftung, in einem Netz mit Partnern in den Kommunen, in Diakonie und Kirche, das tragfähig ist“, so Dr. Kauderer.

Das Foto zeigt (von links nach rechts) Markus Schoch, Prälat der Evangelischen Landeskirche für den Sprengel Reutlingen, Dr. Dietmar Kauderer, Vorstand Altenhilfe und Finanzen, Annette Kirn, Vorsitzende des Stiftungsrats, Wolfgang Bleher, Vorstand Eingliederungshilfe, Hanspeter Brodbeck, Vorstandsvorsitzender, Dr. Werner Schwartz, ehemals Vorsteher der Diakonissen Speyer und Dr. Dietmar Kauderers Zeuge bei der Einsetzung, sowie Pfarrerin Irina Ose.

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