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26.03.20 - Kategorie: Haus im Park Dettenhausen, Neues aus der Samariterstiftung

Treffpunkt Fenster


In diesen schwierigen Zeiten ist Kreativität gefragt und so gewinnt auch das „Fensterln“ wieder an Bedeutung: Im Kleinpflegeheim Haus im Park in Dettenhausen ist es baulich möglich, dass sich Bewohner und ihre Angehörigen mit viel Sicherheitsabstand am Fenster sehen und auch hören können. Denn keine Besuche empfangen zu können, fällt Bewohnern wie Angehörigen natürlich schwer - auch wenn die Einsicht vorherrscht, dass die Maßnahme vernünftig ist. 

So finden sich oft vielfältige Lösungen, um sich möglichst „nahe“ zu sein. Die Bewohner erreichen viele persönliche Karten und Briefe, Nachrichten, Telefonate und Photos von Angehörigen, die einfach nur zeigen wollen: Wir sind in Gedanken bei dir, Du bist nicht allein. Ohne externe Dienste kümmern auch wir internen Mitarbeiter uns noch mehr, wir haben stets ein offenes Ohr, wir hören zu, trösten und erklären bei Bedarf. Alle Betreuungskräfte, Azubis, und FSJler sind im Einsatz, um für die Bewohner verstärkt da zu sein. So gibt es Besinnliches und Fröhliches: wir beten zusammen, es finden interne Andachten und ein ausführlicher Tagesabschluss statt, es wird geplaudert. Es wird weiter gemeinsam zum Frühling gesungen, gebastelt und sich natürlich zur Musik bewegt. 

Schließlich will keiner „einrosten“, sagen uns die Bewohner. Ausgesprochen beliebt sind die Nachmittage mit viel Bewegung zu flotten Schlagern. Fröhlichkeit ist derzeit in der Betreuung ganz besonders gefragt: „Aber bitte wieder etwas mit Lachen, das ist so schön“. So kommt nächste Woche auch Delia Hofmann zu uns – alias „Mimi die Musikclownin“. Sie wird vom Innenhof aus ein Mitsing-Konzert mit Akkordeon für die Bewohner veranstalten. Die Hausgemeinschaft hält zusammen: Gerne sitzt man auch vor oder nach dem Essen etwas länger am Tisch beisammen und plaudert miteinander, es ist immer jemand da. Und eines der aktuell beliebtesten Lieder der Bewohner ist: „Gut, dass wir einander haben“.