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24.03.20 - Kategorie: Neues aus der Samariterstiftung, Samariterstift im Mühlenviertel

Die rote Tulpe im Hochbeet


Mit Gesang und guter Laune trotz Besucher-Stopp viel Leben im Samariterstift 
Den Bewohnerinnen und Bewohner  in den Pflegeheimen geht es gut! Das ist die erfreuliche Botschaft, die in diesen Tagen zum Beispiel aus den Häusern der Samariterstiftung zu hören ist. Die Mitarbeiter/innen arbeiten derzeit mit deutlich weniger Stress als sonst und sie machen sich unendlich viel Gedanken darüber, wie sie die geschenkte gemeinsame Zeit gut mit den Bewohner*innen verbringen. Pfarrerin Irina Ose, Referat Diakonie und Theologie, stellt genau dafür verlässlich „Material“ zur Verfügung. 
Die Bewohner/innen werden in den Häusern gerade mit sehr viel Kreativität, Aufmerksamkeit und Zuneigung durch eine nicht einfache Zeit begleitet. Dafür ist die Geschichte im Samariterstift im Mühlenviertel in Tübingen ein gutes Beispiel. 

Eigentlich kommt Mimi mit ihrem Akkordeon in Haus geht durch die Hausgemeinschaften, und immer wieder in einige Zimmer und bringt mit ihren Liedern, der Musik und ihren Späßen und Zaubertricks immer wieder viel Freude. Nun muss sie eigentlich draußen bleiben, die Mimi, denn auch Clowns haben zurzeit wegen des CORONA-Virus Besuchsverbot im Samariterstift im Mühlenviertel. Aber Not macht erfinderisch und so kam recht schnell die Idee im Leitungsteam auf, einen Auftritt der ganz besonderen Art zu inszenieren. Zum Glück spielte das Wetter mit und so konnte „unsere Mimi“ im Innengarten des Samariterstifts im Mühlenviertel auftreten. Bewohner und Bewohnerinnen versammelten sich auf den Balkonen und an geöffneten Fenstern, in sicherem Abstand und Mimi stieg ins Hochbeet, damit alle sie gut sehen konnten. 

Mit ihrer roten Mütze sähe sie fast aus wie eine Tulpe, meinte eine Zuschauerin, als sie Mimi im Beet entdeckte. „Wisst Ihr, warum ich heute nicht reinkomme?“ rief Mimi. „Ich esse doch so gern Bärlauch und rieche so arg aus dem Mund….“, und dann ging es los und schon bald wurde im Takt geklatscht und mitgesungen. „Der Kuckuck und der Esel“ und viele weitere Lieder wurden gesungen. Singen und gute Laune stärken ja bekanntlich das Immunsystem. 
Die Idee zu so einem besonderen Auftritt nimmt Mimi mit und wird das jetzt auch in anderen Pflegeheimen anbieten. Ins Mühlenviertel ist sie auch schon wieder für nächste Woche eingeladen, hoffentlich bei gutem Wetter… - und wenn es dennoch regnet, wird einfach ein großer Schirm aufgespannt.