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01.07.19 - Kategorie: Samariterstift im Mühlenviertel

Ein Lächeln ist der größte Dank


„Ich wollte immer etwas Positives tun, nicht nur daheim sitzen und Fenster putzen“ antwortet Helga Wissenbach auf die Frage, was sie antreibt, sich über so lange Zeit für andere Menschen einzusetzen. Immerhin sind es stolze 35 Jahre, die diese Frau sich alleine in Einrichtungen der Samariterstiftung engagiert. Jetzt wurde Helga Wissenbach im Rahmen des 10-jährigen Jubiläums des Samariterstift im Mühlenviertel in Tübingen für diesen außerordentlichen Einsatz geehrt. Und mit ihr zehn weitere Männer und Frauen aus dem großen Kreis der Ehrenamtlichen. 

Sie, die ihrem Mann stets „den Rücken freigehalten“, Kinder großgezogen und den Haushalt am Laufen gehalten hat, wollte immer schon unter Menschen sein, sich einbringen, sich Zeit nehmen für andere. Nachdem sie zehn Jahre lang als „grüne Dame“ in einer Klinik im Einsatz war, startete sie ihr Engagement in der Samariterstiftung vor 35 Jahren im Haus am Österberg, war mit dabei, als die Bewohner und Bewohnerinnen vor zehn Jahren in das neu gebaute Samariterstift im Mühlenviertel umzogen. 

Helga Wissenbachs „Revier“ ist die Cafeteria. Hier serviert sie den Gästen nicht nur Kaffee und Kuchen. Es ist der Ort für Begegnung, für Gespräche. Hier entstehen Bindungen, ja Freundschaften. Den Menschen zuhören, zu spüren, wenn diese Sorgen haben oder Wünsche, das ist Helga Wissenbach wichtig. Ihr Kontakt zu den Bewohnern des Samariterstift im Mühlenviertel ist eng. Kommt jemand mal nicht wie gewohnt ins Café, dann kommt die Ehrenamtliche zu den Bewohnern, fragt nach deren Wohlbefinden. 

Im Pflegeheim habe sie viele tolle Menschen kennen gelernt, viel Positives erfahren. Ja, und manchmal auch Negatives, wenn beispielsweise Menschen ausgegrenzt werden. Helga Wissenbach gibt viel und bekommt noch mehr zurück. Ehrenamt ist für sie keine Belastung. Im Gegenteil. Der schönste Dank ist für sie das Lächeln der Bewohner, das Vertrauen der hauptamtlichen Mitarbeiter und das gute Miteinander, das im Samariterstift im Mühlenviertel gepflegt wird. 

Und dann ist Helga Wissenbach voll des Lobs über das breite Angebot an Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung, das die Samariterstiftung allen Ehrenamtlichen in allen Einrichtungen im Land macht und das sie selbst gerne nutzt.  sel 

Für ihr ehrenamtliches Engagment geehrt wurden für 15 Jahre Ehrenamt Heinke Hiller und Karin Metz, für 10 Jahre Ehrenamt Helga Bernauer, Monika Ginter, Gerd K. Hagmeyer, Ursula Herre und Günther Hodapp. Seit 5 Jahren ehrenamtlich dabei sind Martin Holland, Robert Junger und Angela Reik. 

Das Café-Stüble im Samariterstift im Mühlenviertel ist sonntags, dienstags und mittwochs geöffnet von 14.30 bis 16.30 Uhr. Das Cafè ist zugleich der Derendinger Stadtteiltreff. Eingeladen wird dann zum Spiel-, Strick- und Erzählcafè.