Internes Lernen für Azubis im „Schüler-Treff“ >
< Gemeinsam schmeckt es besser...
04.04.19 - Kategorie: Samariterstift Neuhausen, Neues aus der Samariterstiftung

Den bekannten Kirchturm fest im Blick


Grundsteinlegung für das neue Samariterstift in Neuhausen mitten im Quartier der Generationen

Der Grundstein für die künftige ertragreiche Kooperation ist im wahren Wortsinn gelegt! In Neuhausen haben Vertreter*innen von Kommune, Bauträger, und Quartier mit Elan die Kellen geschwungen und eine inhaltsvolle Zeitkapsel im Fundament des Herzstücks des Gemeinschaftsprojektes „Quartier für Generationen“ vergraben.

62 Meter lang und drei Geschosse hoch wird der Baukörper, der voraussichtlich im Frühjahr 2020 fertiggestellt sein wird. Pro Bau-Monat werden etwa eine halbe Million Euro verbaut. „Für uns als Kommune ist die Grundsteinlegung ein Glücksmoment, denn hier sehen wir ein Kapitel gelungener Kommunalpolitik“, freute sich Ingo Hacker, Bürgermeister der Gemeinde Neuhausen. „Dieser Quartieransatz ist ein zukunftsweisendes Konzept“, ist sich Marius Merkle, CDU-Gemeinderat sicher. 

Allen Festrednern gemein war das Erinnern daran, dass es „einen langen Atem“ gebraucht habe und verlässliche Partner, um das Projekt zu stemmen. Immerhin stand auf dem Gelände der Josefsbau mit seiner hundertjährigen Historie. „Davon nimmt es sich nicht leicht Abschied“, so der Bürgermeister. Um das Alte mit dem Neuen zu verbinden, packte er in die Zeitkapsel, die nun tief im Fundament des Samariterstiftes einbetoniert sein wird, eine etwa 2000 Jahre alte Tonscherbe eines römischen Gutshofes, gefunden auf der Gemarkung Neuhausen. „Denn die Zukunft kann nur der gestalten, der seine Vergangenheit kennt.“ 

Aussagekräftig auch der Psalm 127 „Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen“, den Frank Wößner, Vorstandsvorsitzender der Samariterstiftung, in die Zeitkapsel steckte. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit allen am Projekt Beteiligten. „Das Quartier ist eine gemeinsame Chance für uns alle.“ Dass das Bauvorhaben gesegnet ist, sei der Samariterstiftung als diakonischem Träger ein wichtiges Anliegen. Als räumliches Scharnier in die Gemeinde Neuhausen bezeichnete Wößner die Begegnungsstätte. Sie soll im Erdgeschoss des Samariterstiftes eingerichtet werden. Hier können dann nicht nur Bewohnerfeiern veranstaltet werden, sondern hier gibt es auch Raum für gemeinsam Gottesdienste, Bewegungsangebote, offene Vortragsreihen und vieles mehr. Es sei ein zentrales Anliegen der Samariterstiftung, dass all ihre Häuser eng mit dem sie umgebenden Sozialraum verbunden sind. Das Quartier der Generationen ist durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Samariterstiftung, der Gemeinde Neuhausen, dem Sozialdienst katholischer Frauen e.V. sowie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, dem Träger der Jugendhilfe Einrichtungen im Quartier, und dem Siedlungswerk, dem Bauherrn von 14 Seniorenwohnungen, gekennzeichnet. 

Im Samariterstift Neuhausen werden insgesamt 75 Pflegeplätze entstehen, von denen einige für die Kurzzeitpflege freigehalten werden. Die Pflegeplätze sind auf fünf Hausgemeinschaftsgruppen aufgeteilt. Zwei davon sind speziell für demenziell erkrankte Menschen ausgerichtet. Das Hausgemeinschaftsprinzip bedeutet, dass Bewohner*innen fast wie in einer Großfamilie leben können. Es wird in einer Gemeinschaftsküche gemeinsam gekocht und am großen Esstisch gemeinsam gegessen. „Das Hausgemeinschaftskonzept ist eine gute Sache“, findet Peter Theiler, IGL-Gemeinderat in Neuhausen. „Wenn Menschen im Alter so am Leben teilhaben können, ist das Lebensqualität.“ Lebensqualität entstehe auch, wenn Menschen noch genau denselben Kirchturm sehen und hören können, den sie schon ihr ganzes Leben kennen, erklärte Frank Wößner. Er lobte: „Das neue Samariterstift mitten in Neuhausen verspricht kurze Besuchswege, eine vertraute Umgebung, und gute Sozialkontakte.“