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26.09.18 - Kategorie: Neues aus der Samariterstiftung

Das Café Zuversicht feiert Zehnjähriges


Festakt Christine Schlegelmilch verzaubert die Gäste am Welt-Alzheimer-Tag mit ihrem Figurentheater.

Oberkochen „Demenz ist eine Erkrankung, in der das Gedächtnis erblasst, nicht die Gefühle“, heißt es in der Ausstellung im Oberkochener Rathaus. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer haben Stimmungen jener Menschen mit Demenz eingeholt und aufgeschrieben, die sie immer dienstags zur Aktivierung, aber auch zur Entlastung der pflegenden Angehörigen betreuen. Eine kollektiv gute Sache, gemeinsam verantwortet von den Krankenpflegevereinen der hiesigen Kirchengemeinden, nachhaltig unterstützt von der Stadt und in Trägerschaft der Samariterstiftung mit der Diakonie-Sozialstation Aalen.

 

„Das Café Zuversicht ist aus Oberkochen nicht mehr wegzudenken“, sagt die Vorsitzende des evangelischen Krankenpflegevereins, Dorothee Kübler, beim Festakt im Bürgersaal des Rathauses, in dem Markus Baumgartl am Piano begeistert. Bürgermeister Peter Traub lobt die „sehr wertvolle Einrichtung für Oberkochen“ und unterstreicht die hohe Nachfrage. „Gäbe es diese Einrichtung nicht, man müsste sie erfinden.“

 

„Das Café Zuversicht ist zu einer Erfolgsgeschichte geworden“, betont Christoph Rohlik, Regionalleiter Altenhilfe der Samariterstiftung. Er erinnert an die frühere Oberkochener Pfarrerin Ulrike Nuding. Sie hatte die Initialzündung gegeben. Die Stadt sei vorbildhaft auf dem Weg und habe die Zeichen der Zeit erkannt, fuhr Rohlik fort. In Deutschland gebe es 1,3 Millionen Demenzkranke, mit steigender Tendenz. Die Eins-zu-Eins-Betreuung im Café Zuversicht nannte Rohlik beispielhaft. Bei der Pflege und Betreuung sei die Demenz das Thema der Zukunft.

 

Dass immer was aus dem Ruder läuft, demonstriert Christine Schlegelmilch mit ihrem Figurentheater – eine fesselnde Melange aus Goethes Zauberlehrling und einem englischen Märchen, in dem Engel und Teufel auftreten.