Panoramaklinik Esslingen

Die Panoramaklinik, Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, ist ein Krankenhaus mit 30 teilstationären Plätzen, einer psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) und einem ambulanten Ergotherapieangebot. Eine weitere Klinik der Samariterstiftung, die Tagesklinik im Schlößle, befindet sich in Nürtingen.

Um zu erfahren, ob eine Behandlung bei uns für Sie sinnvoll und hilfreich ist, vereinbaren Sie zunächst einen Termin für ein Vorgespräch. Wenn Sie bereits von einem Facharzt, einem Psychotherapeuten oder vom Hausarzt behandelt werden, besprechen Sie Ihr Vorhaben zunächst mit dieser Vertrauensperson. Den Termin mit uns machen Sie über das Sekretariat der Klinik bei einem der Ärzte. Grundsätzlich ist für das Vorgespräch ein Einweisungsschein notwendig (Abrechnung der vorstationären Pauschale).Findet das Vorgespräch während einer vollstationären Behandlung in einer anderen Klinik statt, erfolgt bisher keine Berechnung. 

Bitte seien Sie zum Vorgesprächstermin pünktlich, da die Termine rechtzeitig beginnen und Ihnen die Zeit sonst am Ende des Gesprächs fehlen könnte. 

Terminvereinbarung über das Sekretariat Panoramaklinik Tel. 0711 937844-0 Mo.-Fr. 8:30Uhr bis 16:00 Uhr 

Vorgespräch: Dieses Gespräch dient dazu, sich gegenseitig zu informieren. Wir informieren Sie über die Tagesklinik, den Wochenplan und das Behandlungskonzept und geben Ihnen Gelegenheit, Fragen zu stellen. Ggf. können auch enge Freunde, Familienmitglieder oder Betreuer an Teilen des Gesprächs teilnehmen. Der Arzt oder die Ärztin, versucht sich ein Bild davon zu machen, mit welchen Problemen Sie in die Klinik kommen, welche Ziele und Erwartungen Sie mitbringen, und was Sie selbst bereit sind, in die Therapie einzubringen. Abschließend überlegen wird gemeinsam, ob seitens der Klinik und von Ihrer Seite der Aufenthalt gewünscht wird. Dann kommt es zur Terminvereinbarung für eine Aufnahme. 

Themen im Vorgespräch sind u.a. aktuelle Beschwerden, Vorgeschichte,  bisherige Behandlungen, familiäre Situation, berufliche Situation, Medikamente, körperliche Erkrankungen, Hilfsquellen und Ressourcen, Suchtmittelkonsum. Um sich optimal auf das Vorgespräch vorzubereiten haben wir einen Eigenberichtsbogen erstellt. 
Am Aufnahmetag ist es notwendig, bereits um 8:00 Uhr dazusein. Nach der Verwaltungsaufnahme zeigt Ihnen ein/e MitarbeiterIn unser Haus und stellt Ihnen Ihr individuelles Programm vor.

 

Unsere Grundhaltung: Die Würde jedes einzelnen Menschen mit allem, was er ist, was er kann und was ihm auch fehlt und was er nicht kann, steht für uns im Zentrum unseres therapeutischen Denkens und Handelns. Therapie heißt für uns daher nicht, die Menschen die sich uns anvertrauen, an eine Norm anzunähern, sondern mit jedem Einzelnen individuell Ziele zu erarbeiten, zu überprüfen und gemeinsam zu verfolgen. 

Als Mitarbeiter einer Diakonischen Einrichtung der evangelischen Kirche bestimmt das christlich-biblische Menschenbild unser Handeln. In der Behandlung von Patienten ist unser Ziel jedoch, jedem einzelnen Menschen zu seinen persönlichen Werten und Überzeugungen (zurück) zu verhelfen. Somit finden Patienten aus allen Glaubenskreisen und auch solche die keinem Glauben anhängen in gleicher Weise bei uns Unterstützung. 

Gruppenbehandlungskonzept: Der Gedanken vom Menschen als Wesen der Gemeinschaft prägt vielfach unser psychotherapeutisches Behandlungskonzept. Die Art, wie jemand mit anderen Menschen umgeht in Beziehungsangeboten und Reaktionen, in Nähe und Distanz, ist häufig ein Spiegel der Entstehung und des Umgangs damit. Noch wichtiger als die Entstehung ist aber die Veränderung von krankmachenden Beziehungsmustern. 

Dies geht gemäß unserer Erfahrung am ehesten in therapeutischen Gruppen. Dort treten, begleitet durch Therapeuten aus dem Klinikteam, häufig solche Beziehungsmuster auf. So kann man sie direkt vor Ort beobachten. Mit Hilfe der Gruppe und der Therapeuten ist oft ein Anstoß zu Veränderungen möglich. Uns gelingt es meist, nicht über Probleme zu reden, sondern direkt an Problemen zu arbeiten. Um dieses zu ermöglichen, haben wir der Gruppe in unserem Behandlungskonzept eine große Bedeutung eingeräumt: 

Jede/r Patient/in unserer Klinik gehört vom ersten bis zum letzten Tag zu einer Gruppe, wird am Anfang in diese Gruppe aufgenommen und am Ende der Behandlung aus dieser Gruppe verabschiedet. Die Gruppe trifft sich täglich zu verschieden Therapiebausteinen (Gesprächsgruppe, Gestaltungstherapie, Rollenspiel, Körperarbeit, Therapiezielbesprechung, Sozialberatungsgruppe). Die Gruppenmitglieder lernen sich kennen und können zueinander ein passendes Maß an Vertrauen finden. 

Wer kann bei uns Hilfe finden: viele unserer Patientinnen und Patienten leiden unter depressiven Symptomen und Angstsymptomen, sei es im Rahmen einer erstmals aufgetretenen Depression, einer mehrfach wiederkehrenden Depression, eines Burn-Out-Syndroms, einer Mobbing-Situation, einer verlängerten Trauerreaktion oder im Rahmen von Persönlichkeitsbesonderheiten. Daneben werden bei uns Patienten mit Psychosen verschiedener Art behandelt. 

Was wir von unseren Patienten erwarten: Grundsätzlich ist es erforderlich, morgens zu kommen und den ganzen Tag in der Klinik zu verbringen.  

Ferner ist es notwendig, die Wochenendpause (bei uns immerhin von Freitag Nachmittag bis Montag Morgen) bewältigen zu können. Sollten Krisen mit Suizidgefahr, Selbstverletzungsgefahr oder der Gefahr sonstiger Ausnahmezustände im Raume stehen, erwarten wir einen ausreichend offenen Umgang bezüglich dieser Themen mit uns, so dass wir mit unseren Patienten/Patientinnen die Gefährdung einschätzen können, und auch sehen können wie (und von wem) die Verantwortung getragen werden kann. 

Jede(r) Patient(in) trägt nach eigenen Möglichkeiten und Kräften dazu bei, dass Stabilität entsteht (z.B. durch Meiden von unnötigen Belastungen oder Klären von dauernd schwelenden Konflikten) und Fortschritte möglich sind (z.B. durch Offenheit in der Gruppe, Ansprechen eigener Belange, Überwinden von Ängsten und Unannehmlicheiten) Wir erwarten auch, dass während der Behandlung keine weitreichenden Entscheidungen (Familie, Beziehungen, Arbeitsplatz, größere Geldbeträge) ohne Rücksprache mit uns getroffen werden. 

Völlige Abstinenz von illegalen Drogen, nicht abgesprochenen Medikamenten (insbes. Schmerz, Beruhigungs- und Abführmittel), ggf. auch von Alkohol sind notwendig. 

Unsere Grenzen: In der Tagesklinik sind wir darauf angewiesen, mit unseren Patienten Vereinbarungen einzugehen, die das Miteinander regeln, sowohl generell als Klinikregeln wie auch mit jedem einzelnen Patienten und jeder Patientin individuell. Wenn deutlich wird, dass diese Vereinbarungen krankheitsbedingt oder aus anderen Gründen nicht möglich sind, kann eine Behandlung möglicherweise nicht stattfinden.

Körperliche Gesundheit: Da seelisches und körperliches Wohlbefinden eng zusammenhängen, ist es uns wichtig, einen Überblick über die körperliche Gesundheit zu erlangen. Dazu findet zu Beginn der Behandlung eine körperliche Untersuchung statt. Wir erwarten von unseren Patenten Informationen über den bisherigen körperlichen Gesundheitsverlauf und Behandlungsmaßnahmen, evtl auch die notwendige Erlaubnis, mit dem Hausarzt Kontakt aufzunehmen um Informationen und Einschätzungen abzugleichen. Meist ist es sinnvoll dass der Hausarzt auch während der Behandlung in der Tagesklinik Hauptansprechpartner für körperliche Erkrankungen bleibt. Haus- und Facharztbesuche sollten außerhalb der Klinikzeiten stattfinden ebenso verordnete Anwendungen (Massage, Physiotherapie). Die Mitarbeiter der Klinik sollen über solche Besuche und ihre Ergebnisse informiert werden. Besuche bei einem Psychiatrischen Facharzt sind während der gesamten Dauer der tagesklinischen Behandlung nicht möglich.

Psychopharmaka: Auch wenn ein Teil der Behandlungen bei uns ohne Psychopharmaka (= das seelische Befinden beeinflussende Medikamente) stattfinden, sind diese Medikamente für viele unserer Patienten unerlässlicher Bestandteil ihrer Behandlung. Medikamente werden bei uns stets nach den neuesten und aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen verordnet. Grundlage dieser Medikamentösen Behandlung ist stets wechselseitige Offenheit und Information. So erwarten wir von unseren Patienten einen möglichst ausführlichen und detaillierten Erfahrungsbericht über die bisher eingesetzten Medikamente, Wirksamkeit und unerwünschte Wirkungen, sowie in der Regel die notwendige Erlaubnis mit Vorbehandlern Kontakt aufzunehmen um die bisherigen Erfahrungen in unsere Überlegungen mit aufnehmen zu können. 

Umgekehrt werden wir in jedem Fall die Begründung für die Notwendigkeit einer Psychopharmaka-Behandlung erläutern. Selbstverständlich führen wir auch Blut-Laborkontrollen aus wenn dies zur Verträglichkeitsüberprüfung bei einem Medikament nötig ist und stehen für entsprechende Fragen zur Verfügung. Die Notwendigen Psychiatrischen Medikamente bekommen unsere Patienten von uns in der Klinik täglich oder wöchentlich ausgehändigt.

Gruppenpsychotherapie: Mit dem gruppendynamischen Schwerpunkt nimmt die Gesprächstherapiegruppe einen hohen Stellenwert in unserer Behandlung ein. Sie stellt ein soziales Erfahrungsfeld dar und ermöglicht unseren Patienten und Patientinnen, sich (unter geschützten Bedingungen der Schweigepflicht) zu öffnen und eigene individuelle Themen in die Gruppe mit ein zu bringen. So bringt der verbale Ausdruck eigener psychischer Belastungen - gestützt durch das Verständnis und die Akzeptanz der Gruppenmitglieder sowie der Therapeuten und Therapeutinnen - Entlastung mit sich. Durch den intensiven Austausch in der Gruppe besteht die Möglichkeit, eigene Verhaltensweisen, Schwierigkeiten in zwischenmenschlichen Beziehungen und festgefahrene Sichtweisen zu erkennen, zu reflektieren und zu verändern. Gleichzeitig werden individuelle Kompetenzen und Ressourcen entdeckt und gefördert. Ziel ist es, für die Anforderungen des Alltags gestärkt zu sein und wieder handlungsfähig zu werden in der Gestaltung des eigenen Lebens.

Kunst- und Gestaltungstherapie: Diese Gruppentherapie setzt an dem Grundbedürfnis des Menschen an, sich gestalterisch auszudrücken. Sie ermöglicht innerhalb einer geschützten therapeutischen Beziehung den nonverbalen Ausdruck individueller Themen sowie den Zugang zu unbewussten Inhalten durch die vielfältigen künstlerischen Materialien. So werden innere Prozesse in Bildern und Gestaltungen sichtbar gemacht, wodurch Farb- und Formqualitäten mit eigenem Erleben und persönlichen Lebensmotiven verbunden werden können. Dadurch entsteht ein kunsttherapeutischer Prozess, in dem kreative Ressourcen neu entdeckt, Selbstheilungskräfte mobilisiert und vielfältige Veränderungsprozesse angeregt werden können. Anschließend können neue Wahrnehmungen, Sichtweisen und Erkenntnisse in der Gruppe ausgetauscht werden.

Therapeutische Einzelgespräche: Bei Bedarf und nach Indikation werden therapeutische Einzelgespräche oder kunst- und gestaltungstherapeutische Einzelsitzungen begleitend zur Gesprächspsychotherapie angeboten. Hier besteht die Möglichkeit, Inhalte aus der Gesprächsgruppe nochmals anzusprechen und zu vertiefen oder belastende Themen im Einzelkontakt vorzubereiten, bevor sie ihren Raum in der Gruppe finden.

Paar- und Angehörigengespräche: Paar-, Familien- und Angehörigengespräche finden auf Wunsch der Patienten und Patientinnen oder auch auf Anregung der Therapeuten und Therapeutinnen statt. Da es wichtig ist, sich selbst im eigenen Lebensumfeld zu sehen, dient die Einbeziehung nahestehender Bezugspersonen häufig dem gegenseitigen Verständnis und der damit einher gehenden Entlastung.

Pharmakotherapie: Unter Pharmakotherapie versteht man im Allgemeinen die Behandlung mit Medikamenten. Psychopharmaka sind für viele unserer Patienten und Patientinnen unerlässlicher Bestandteil ihrer Behandlung, da sie das seelische Befinden und somit auch den Therapieverlauf positiv beeinflussen. Medikamente werden bei uns stets nach den neuesten und aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen verordnet. Grundlage dieser medikamentösen Behandlung ist stets wechselseitige Offenheit und Information (z.B. Erfahrungsberichte über bisher eingesetzte Medikamente seitens Patient oder Patientin, Begründung für die Notwendigkeit einer Psychopharmakabehandlung seitens des Arztes oder der Ärztin). Die notwendigen psychiatrischen Medikamente werden von uns in der Klinik täglich oder wöchentlich ausgehändigt.

Sozialberatung: Unsere Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen bieten innerhalb der vier Behandlungsgruppen im 4-wöchigen Wechsel die Sozialberatung an. Neben der Beratung in der Gruppe können Einzeltermine mit dem zuständigen Fachpersonal vereinbart werden.

Zu unseren Aufgaben gehören

  • Sozialberatung und Perspektivenabklärung betreffend die Wohnsituation, den Arbeitsplatz und die finanzielle Absicherung sowie das Sozialversicherungsverhältnis und bei Bedarf die Beantragung einer Haushaltshilfe während des Klinikaufenthaltes

  • Rehabilitationsberatung zur medizinischen, beruflichen oder sozialen Rehabilitation, die Einleitung von entsprechenden Maßnahmen, Unterstützung bei der Auswahl und der Kontaktaufnahme zu den entsprechenden Einrichtungen und Beratung bei der Kostenbeantragung für weiterführende Angebote

  • Vermittlung zu weiterführenden Fachdiensten und Einrichtungen, wie zum Beispiel dem zuständigen Sozialpsychiatrischen Dienst, der Sucht- oder Schuldnerberatung, Selbsthilfe- und Angehörigengruppen oder anderen spezifischen Arbeits- und Beschäftigungsangeboten

Therapiezielbesprechung: Die Arztvisite in der Gruppe dient dazu, den aktuellen Stand der Behandlung in Erfahrung zu bringen. Anhand der Fragen, was im bisherigen Verlauf des Aufenthalts erreicht wurde, mit welchen Themen momentan Auseinandersetzung stattfindet, welche Ziele in der Behandlung bestehen und welche noch zu erreichen sind, wird die Behandlung reflektiert. Dabei kann das bisherige Vorgehen bestärkt und vertieft oder auch Anregung für bisher unbeachtete oder ausgesparte Themen gegeben werden.

Ergotherapie: Während des tagesklinischen Aufenthalts finden drei Mal in der Woche gruppenübergreifend ergotherapeutische Angebote statt. Über die unterschiedlich angebotenen Medien können in einfacher Form arbeits- und alltagsspezifische Belastungen erprobt, bekannte Schwierigkeiten beobachtet und beleuchtet werden. Dabei können im Austausch mit Patienten und Patientinnen sowie dem ergotherapeutischen Fachpersonal neue Erfahrungen gewonnen werden. Die eigenen Fähigkeiten können eingeschätzt, trainiert und deren Grenzen erfahren werden.

Die Ergotherapie beinhaltet im Einzelnen:

APT (Alltagspraktisches Training): Hier können praktische Fähigkeiten für den Alltag in der hauseigenen Therapieküche und Garten geübt werden. Absprachefähigkeit, zwischenmenschliche Kommunikation, Organisation des alltäglichen Lebens stehen dabei im Mittelpunkt.

Atelier: Künstlerische Fertigkeiten können über beispielsweise Malerei, Collagen und Zeichnen erprobt und vertieft werden. Gemütszustände, Gefühle, Wünsche und Gedanken können auf Papier oder Leinwand einen Ausdruck finden. Die Auseinandersetzung mit dem Material und der Prozess des Gestaltens sind hierbei wichtige Bestandteile.

Holzwerkstatt: Arbeit mit Holz bedeutet, in Dialog mit sich und dem Material gehen. Das Haushalten mit den eigenen Energien, der Umgang mit äußeren und inneren Widerständen sind von zentraler Bedeutung. Dabei werden in Handarbeit Schalen und andere kreative Objekte geschaffen.

Mosaikwerkstatt: Durch das Zusammenspiel von Stein, Motiv und Fuge bietet sich die Gelegenheit zur Selbststrukturierung. Das niederschwellige Angebot ermöglicht ein fein dosiertes Stärken der Ich-Kräfte. Der Geist kann zur Ruhe kommen, Entspannung gefunden werden.

CogPack (Computergestütztes Hirnleistungstraining): Über Workshops am Computer können Selbstbeobachtung, das Erkennen von ersten Belastungsanzeichen und der Umgang mit Stresssituationen geübt werden.
Projektgruppen: Donnerstags finden die Projektgruppen statt, welche ein Teil des therapeutischen Angebotes darstellen und von Therapeuten und Therapeutinnen unterschiedlicher Professionen begleitet werden. Inhaltlich werden drei Gruppen mit den Überbegriffen „Kreativ“, „Bewegung“ und „Info“ angeboten, die jeweils in sechs Therapieeinheiten stattfinden und in Ihren Schwerpunkten variieren. So kann zum Beispiel die Gruppe „Info“ psychoedukativ gestaltet werden, aber auch theoretische und praktische Auseinandersetzung aktueller psychotherapeutischer Themen beinhalten. In der Gruppe „Bewegung“ finden achtsamkeitsgestützte Verfahren statt, die beispielsweise durch Methoden des Qigong ergänzt werden. Alternativ wird auch Bewegung im Freien angeboten (Walking, Stadtführungen, usw.). Die Gruppe „Kreativ“ ermöglicht die Vertiefung eines bestimmten künstlerischen Materials oder einer spezifischen kreativen Methode (Fotografie, Maskenarbeit, Drucktechnik, Schichtenmalerei, usw.).

Kreislauftraining: Da körperliches und seelisches Wohlbefinden ineinander greifen und durch regelmäßige Bewegung auf vielfältige Art und Weise gefördert werden (beispielsweise durch die antidepressive Wirkung oder die Verringerung des Risikos an Herkreislauferkrankungen), findet ein Mal in der Woche ein Bewegungsangebot statt. Im Rahmen dieses Kreislauftrainings besteht die Möglichkeit, sich einer der drei unterschiedlich intensiven Laufgruppen anzuschließen.

Außenaktivitäten: Im Rahmen der Außenaktivitäten gestalten Patienten und Patientinnen der Tagesklinik selbstständig einen Nachmittag außerhalb der Klinik. Unterschiedliche Ideen und Tätigkeiten können vorgeschlagen und in Absprache mit dem Klinikpersonal umgesetzt werden. So unternehmen unterschiedlich große Gruppen beispielsweise Spaziergänge, Bücherei-, Ausstellungs-, Café- und Schwimmbadbesuche.

Interessengruppen: Hier besteht für jeden Patient und jede Patientin die Möglichkeit einen Behandlungsnachmittag mit zu gestalten und persönliche Schwerpunkte zu setzen. Gemeinsames Spielen, Musizieren, Aktivitäten im Garten, kreative oder entspannende Elemente können hierfür genutzt werden. Ein fester Bestandteil dieses Nachmittages ist ein bewegungstherapeutisches Gruppenangebot, das von einer Tanz- und Bewegungstherapeutin angeleitet wird.

Unser Team besteht aus 
  • Ärzten und Ärztinnen, 
  • Psychologen, 
  • Pflegepersonen, 
  • Kunst und Gestaltungstherapeutinnen/en, 
  • einem Ergotherapeuten sowie 
  • einem Sozialarbeiter. 
Ferner sind noch Mitarbeiterinnen in der Verwaltung und der Hauswirtschaft. 

Psychiatrische Institutsambulanz (PIA)

Die Panoramaklinik bietet Ihnen eine ambulante Behandlung durch das multiprofessionelle Team der Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) an. Das niederschwellige Angebot der PIA richtet sich an psychisch kranke Menschen, die eine ambulante Behandlung in einer nervenärztlichen oder psychiatrischen Praxis nicht wahrnehmen können. Unser Team besteht aus FachärztInnen, Fachpflegekräften, Ergo-, Tanz- und KunsttherapeutInnen sowie SozialarbeiterInnen. Durch unsere unterschiedlichen Professionen können wir die Behandlung individuell auf Ihre Bedürfnisse abstimmen. Sie können mit uns Einzeltermine verabreden oder an einer unserer 14-tägigen Dienstagnachmittag stattfindenden Therapiegruppen (Tanz-, Kunst- und Gesprächstherapiegruppe) teilnehmen.

Sie können mit uns telefonisch oder per E-Mail Kontakt aufnehmen. Für die Behandlung in der Psychiatrischen Institutsambulanz benötigen wir eine fach- oder hausärztliche Überweisung.

Telefon: 0711/937844-55
E-Mail:
 panoramaklinik.esslingen@samariterstiftung.de


Ambulante Ergotherapie

Die ambulante Ergotherapie ist eine Behandlung zur Belastungserprobung. Das heißt, sie dient zur Vorbereitung einer tagesklinischen Aufnahme oder der Wiedereingliederung in den (Arbeits-) Alltag. Tages- und Arbeitsstrukturierung, der Umgang mit eigenen Stärken und Schwächen, das Erkennen von Ressourcen sowie deren individuelle Förderung stehen hier im Mittelpunkt.

Als Arbeitsmedien stehen vielfältige ansprechende Mosaik- sowie Holzmaterialien zur Verfügung.

Die ambulante Ergotherapie findet dienstags, mittwochs und freitags von 09:15 Uhr bis 11:30 Uhr statt. Für eine Aufnahme ist eine Heilmittelverordnung notwendig. Diese stellt zum Beispiel Ihr Hausarzt oder Ihre Hausärztin für Sie aus. Bei Zuzahlungspflicht sind pro Verordnung 10.- € Eigenbeteiligung bei uns zu entrichten. 

Kontakt zu uns können Sie zu den genannten Zeiten aufnehmen.

Telefon: 0711/937844-44
E-Mail: ergotherapie.panoramaklinik@samariterstiftung.de
Panoramaklinik • Mülbergerstraße 66 • 73728 Esslingen
Telefon 0711/ 937844-0 • Telefax 0711/ 937844-20