Auszubildende der PAUL HARTMANN AG absolvieren Sozialpraktikum
„Eine Zusammenarbeit, die sich lohnt“ mit diesem Slogan wirbt der Werkstättenverbund der Samariterstiftung, eines der größten sozialen Unternehmen in Baden-Württemberg. Dass dies stimmt, können Auszubildende des zweiten Lehrjahres der PAUL HARTMANN AG jetzt bestätigen: Eine Woche lang absolvieren sie ein Sozialpraktikum in verschiedenen Einrichtungen der Samariterstiftung in Aalen und Neresheim. Durch die Arbeit mit behinderten, alten oder psychisch kranken Menschen stärken die Auszubildenden ihre Sozialkompetenz und lernen, neue Denkmuster bei der täglichen Arbeit anzuwenden. Aktive Teilhabe am Arbeitsleben und die Stärkung ihrer persönlichen Fähigkeiten erfahren auf der anderen Seite die von der Samariterstiftung betreuten Menschen.
Die Auszubildenden sind in verschiedenen Einrichtungen der Samariterstiftung eingesetzt. In der Werkstatt an der Hochbrücke in Aalen verbringt Christina Ernst den Tag mit schwer geistig und körperlich Behinderten. Sie malt, bastelt, macht Gymnastik oder begleitet die Behinderten morgens zum Bäcker, um frische Brötchen zu holen. „Alle Menschen in der Förder- und Betreuungsgruppe sind sehr individuell. Am ersten Tag waren sie sehr skeptisch, aber langsam fassen sie Vertrauen zu mir. Das ist ein sehr schönes Gefühl“, sagt sie. Weitere Auszubildende sind in den verschiedenen Arbeitsgruppen der Werkstätten in Aalen und Neresheim beschäftigt und leisten dort zusammen mit ihren behinderten Kollegen Montage-, Verpackungs-, Metall- oder Kontrollarbeiten für Auftraggeber aus der Industrie.
Margit Lachnit und Stephanie Mekle arbeiten in der Demenzwohngruppe im Samariterstift Aalen mit. Die Betreuung erfordert ein hohes Maß an Pflege, Aufmerksamkeit und auch Ideenreichtum. Gemeinsame Aktivitäten wie z.B. das Zubereiten des Mittagessens, das Singen vor dem Essen oder auch das Pflücken von Kräutern im heimeigenen Garten stehen auf dem Programm. „Der erste Kontakt ist sicher der schwerste. Wir sind überrascht, wie schnell sich die HARTMANN-Azubis an ihre neue Arbeitsumgebung gewöhnt haben, und wie souverän sie mit den ihnen anvertrauten Menschen umgehen“, lobt Detlef Nerstheimer, pädagogischer Leiter der Ostalb-Werkstätten. „Auch für die Bewohner unserer Einrichtungen sind solche Projekte eine sehr positive Erfahrung, denn sie werden dadurch in ihrer Entwicklung gefördert.“
Bei der Samariterstiftung und bei HARTMANN wartet man gespannt auf die Erfahrungsberichte der Auszubildenden, die nach Abschluss des Projekts im Januar 2008 präsentiert werden. Auch wenn die Berichte noch ausstehen, gibt es schon jetzt positive Resonanz: „Die Auszubildenden wollen sich für die Anschaffung eines Wasserklangbetts, das in der Förder- und Betreuungsgruppe benötigt wird, einsetzen“, freut sich Ute Wiedemann, Ausbildungsleiterin bei HARTMANN. „Es scheint, dass viele unserer Azubis sehr persönliche Erinnerungen aus der Projektwoche mitnehmen werden.“







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