Projekte, die von der Stiftung unterstützt werden

 

Projekte mit Schulen

   
 Schüler/-innen der Klasse 8 der Realschule Gärtringen organisieren das ganze Schuljahr hinweg Nachmittage im Pflegeheim der Samariterstiftung in Gärtringen mit Rätselrunden und mit Gedächtnistraining. In ähnlicher Weise engagieren sich Schüler/-innen der Hauptschule Ruit im Altenpflegeheim in Ostfildern. Durch solche Projekte werden Kontaktschwellen zu Pflegebedürftigen niedriger und es wird deutlich, dass erfahrbar gemacht wird, dass Menschen unterschiedlicher Generationen aufeinander angewiesen sind. Im Übrigen stellt es sich heraus, dass sich auch das Sozialverhalten der Schüler/-innen dadurch untereinander verändert und verbessert.
 

 

Projekte mit Unternehmen
  • Auszubildende fast aller Banken im  Kreis Esslingen engagieren sich seit einigen Jahren über mehrere Monate einen halben Tag im Altenpflegeheim und in der Werkstatt für Behinderte.
  • Auszubildende der VR-Bank Aalen und der Paul Hartmann AG Heidenheim sind eine Woche lang in den Behinderten-Werkstätten in Aalen.
  • Auszubildende der Firma Metabo machen ein Sozialpraktikum im Dr.- Vöhringer-Heim in Nürtingen.
  • Auszubildende der Firma IST Metz setzen eine Woche lang Zeit und Kraft in der Werkstatt für Behinderte in Wendlingen ein.

Bildungsprojekt Jung und Alt fördert den Generationendialog

 

Seit dem 1. März 2009 haben in drei Pflegeheimen sowie in der Hauptverwaltung Kolleginnen aus dem pädagogischen Bereich mit Hilfe der JUGENDSOZIAL STIFTUNG ihre Arbeit im Jugendprojekt aufgenommen. Nach einer Ist-Analyse bestehender Projekte mit Kindern und Jugendlichen in den beteiligten Einrichtungen werden nun Kontakte mit neuen Kooperationspartnern aufgenommen zur Entwicklung neuer Einsatz- und Begegnungsmöglichkeiten zwischen jungen Menschen und den Bewohner/innen. Pfullinger Hauptschüler werden gerade pädagogisch vorbereitet, um in den Herbst- und Wintermonaten Besuchs- und Einkaufsdienste für die Bewohner des Pflegeheimes zu übernehmen.

 

Konfirmanden werden angeleitet, um regelmäßig Senioren zum Sonntagsgottesdienst zu begleiten. Spiele- und Mal - Nachmittage mit Grundschülern, und die Gestaltung einer wöchentlichen Aktivierungsgruppe für Bewohner durch Förderschüler sind Beispiele aus dem Jugendprojekt im Gärtringer Samariterstift. Die Stadt Pfullingen hat sich bereit erklärt, ihre Auszubildenden freizustellen für das Projekt „Freundschaft auf Zeit“, in dem die jungen Menschen wöchentlich ihre Zeit den betagten Bewohnern schenken. Im Samariterstift Zuffenhausen wird mit Hauptschülern ein Film gedreht, der anderen Jugendlichen Lust machen sollen, sich auch im Pflegeheim bei der Beschäftigung und Begleitung der Senioren zu engagieren.

Ziel aller Projekte ist es, den Heimalltag durch jugendliches Engagement zu bereichern und gleichzeitig den jungen Menschen Möglichkeiten zu bieten, für ihre Persönlichkeit und Berufsorientierung wichtige Erfahrungen zu sammeln. Am Ende der zwei jährigen Projektphase wird es erprobte Konzepte für soziale Projekte von Jugendlichen unterschiedlicher Altersgruppen und Bildungsstufen geben, die anderen Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden können. Die Stiftung ZEIT FÜR MENSCHEN ist im Mai mit dem Konzept des Jugendprojektes bei dem Wettbewerb „Generationendialog in der Praxis“ der Bundesregierung und des Rates für Nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet worden und hat einen Preis gewonnen. Seit September wird das Jugendprojekt von der Jugendstiftung im Rahmen des Programms „KommLern“ mit Fördergeldern des Europäischen Sozialfonds unterstützt. 

 

 

Nachbarkindergarten jetzt im Altenheim

In ummittelbarer Nachbarschaft zum Samariterstift Aalen liegt der katholische Kindergarten St. Maria. Über viele Jahre hinweg wurden gut nachbarschaftliche Beziehungen geknüpft und gepflegt. In der Weihnachtszeit haben Kindergruppen die für ihre Eltern eingeprobten Weihnachtsspiele auch in den Pflegebereichen des Samariterstifts präsentiert.

 

Jetzt wurde der Kindergarten wegen Umbaumaßnahmen für ein Jahr in die Räume des Altenheims verlegt. Gemeinsame Feste und Feiern, aber auch andere Aktivitäten sind bereits geplant und vereinbart.

 

 

Jung und Alt ungezwungen miteinander im „Kutscherhaus“

Regelmäßig besuchen Schülerinnen und Schüler alte Menschen, die im Samariterstift Pfullingen leben. Beim gemeinsamen Spiel oder kleinen Aufführungen in der Begegnungsstätte „Treffpunkt Kutscherhaus“ kommen sich die Generationen ganz ungezwungen nahe. Die Projekte tragen dazu bei, dass das Samariterstift Pfullingen nicht nur ein Ort der Pflege, sondern auch ein offenes Haus für Menschen jeden Alters geworden ist.

 

"Jung trifft Alt"

 

So heißt das Soziale Projekt, in dem Hauptschüler der Schloss Schule im Haus am Stadtgarten in Pfullingen über einige Wochen hinweg Einblicke in die Lebenswelt der betagten und pflegebedürftigen Bewohner bekommen. Begonnen hat diese Kooperation zwischen Schule und Pflegeheim, indem Kathrin Ungerer, Koordinatorin für Jugendprojekte im Samariterstift und im Haus am Stadtgarten mit den Ethik- und Religionslehrern der Schule die pädagogische Einführung und die Durchführung dieses Sozialprojektes geplant hat. „Wir wollen das Leben von draußen zu unseren Bewohnern bringen“, erläutert Kathrin Ungerer die Ziele des Projektes. Kamran und Burak, zwei 14 jährige Jungen besuchen jeden Dienstag „Ihre“ Bewohnerin. Dabei haben sie herausgefunden, dass sie Tiere und Blumen liebt. So bringen sie immer wieder Fotobücher aus der Stadtbücherei mit, die sie gemeinsam mit ihr betrachten. „Ich hätte nie gedacht, dass viele ältere Menschen hier noch so aktiv, nett und witzig sind!“ meint einer der Jungs und fügt hinzu, „Ich habe mich richtig wohl gefühlt, weil es Spaß macht, alten Menschen eine Freude zu bereiten.“ Auch Frau Ungerer ist beeindruckt von der Ernsthaftigkeit und dem Engagement, das die Hauptschüler in diesem Projekt zeigen. Sie und die Lehrer bereiten die Jugendlichen vor und begleiten sie auch bei den wöchentlichen Begegnungen, damit die Erfahrungen gut verarbeitet werden können. Am Ende gestalten die Schüler eine Präsentation über ihre Erfahrungen und bekommen ein Zertifikat für ihre Bewerbungen. Geplant ist, dass aus den guten Erfahrungen eine dauerhafte Kooperation zwischen Schule und Pflegeheim wird. 

 

 

 

Hilfe beim Gedächtnistraining

Seit zwei Jahren kommen sich Achtklässler der Theodor Heuss Realschule und Senioren des Samariterstifts Gärtringen beim Gedächtnistraining und regelmäßigen Rätselrunden näher. Die Schüler und Schülerinnen sind für die Organisation der Nachmittage verantwortlich. Sie dekorieren den Raum gemütlich, begrüßen die älteren Herrschaften und gestalten gemeinsam einen anregenden Nachmittag. „Manchmal überraschen uns die älteren Herrschaften“, erzählt ein Schüler, „als wir die Strophe eines Liedes vorgelesen haben, merkten wir, dass die Bewohner sogar alle Strophen auswendig konnten!“ Damit dieses Projekt ein Gewinn für alle wird, braucht es eine Fachkraft, die die Schüler vorbereitet und begleitet.

 

Soziale Kompetenz im Umgang mit alten und behinderten Menschen

Für immer mehr Ausbildungsbetriebe und Firmen wird das Thema soziales Lernen ein wesentlicher Aspekt ihrer Ausbildung. So machen Auszubildende vieler Banken, der Firma Bosch und der Firma IST Metz seit einigen Jahren regelmäßig Erfahrungen im Umgang mit den

Bewohnern und betreuten Menschen verschiedener Einrichtungen der Samariterstiftung. „Im engen Kontakt mit den Leuten habe ich ein anderes Bild von psychisch erkrankten und behinderten Menschen bekommen, ich hatte vorher große Vorurteile“, berichtet ein Teilnehmer. Häufig werden am Ende dieser sozialen Projekte solche Erfahrungen geäußert. Einzelne Auszubildende halten weiterhin den Kontakt zu den Einrichtungen.

Bei der Auswertung des Projektes soziales Lernen der Bankauszubildenden im Kreis Esslingen (die jeweils ein halbes Jahr einen Nachmittag in der Woche in verschiedene Einrichtungen gehen) wurden z. B. verschiedene Erfahrungen und Gedanken zum Ausdruck gebracht:

  • "Man bekommt mit der Zeit weniger Berührungsänsgte und immer mehr Freude an den alten Menschen",
  • "am Anfang war es teilweise schwer einen Kontakt zu den Bewohnern aufzubauen, aber jetzt ist es echt gut und die hemmschwelle auch ziemlich weg",
  • "ich habe gelernt offener auf alte Menschen zu zu gehen - sie sind normale Menschen wie du und ich ... ",
  • "ich habe gelernt, dass ich mich besser fühle, wenn ich jemandem bei Sachen geholfen habe, die er selbst nicht mehr machen kann",
  • "... mehr mit dem Gedanken an den Tod leben, er gehört dazu ...",
  • "älteren und kranken Menschen (und auch Kunden) werde ich ohne Vorurteile gegenüber treten können, da ich nun über längere Zeit ihre Gefühle und Gedanken kennen lernen konnte",
  • "alte Menschen haben die gleichen Bedürfnisse und Gefühle wie wir, Gefühle sterben nie aus",
  • "ich habe gelernt, wenn ich will, dass ich eigene Grenzen überschreiten kann, ...".

Aber auch von der Mitarbeiterseite kommen aus den Einrichtungen sehr positive Rückmeldungen:

  • "Natürlich ist es ein zusätzlicher Aufwand, neue und in dem Fall unerfahrene Leute und solch eine große Anzahl (jährlich jeweils ca. 40 Auszubildende) einzuführen und zu begleiten, aber die Rückmeldungen aus den Einrichtungen waren überwiegend positiv",
  • "wichtiger Gewinn: Verständigung zwischen jung und alt",
  • "Auszubildende brachten sehr selbständig eigene Ideen in die Arbeit ein und führten einzelne Angebote selbständig durch",
  • "die Auszubildenden haben Neues eingebracht, einfach dadurch, dass es etwas Besonderes ist, wenn junge Banker ins Altenpflegeheim, Einrichtung für chronisch psychisch Kranke und die WfbM kommen. Ihre Ideen, ihre Jugendlichkeit, ihr Engagement und die Beziehungen, die aufgebaut wurden, waren eine Bereicherung für die Bewohner und die Einrichtungen",
  • "das Projekt ermöglichte z. B. regelmäßige PC-Einführungskurse für interessierte Beschäftigte der WfbM, was ohne Auszubildende nicht möglich gewesen wäre",
  • "durch ihr Dasein und Mitwirken konnten die Auszubildenden auch Entlastung für Hauptamtliche sein".
Kooperation mit der Ersbergschule in Nürtingen

Seit einiger Zeit besuchen Schüler der Ersbergschule Bewohner des Dr. Vöhringer Heims Nürtingen. Es wird jetzt versucht mit Hilfe der STIFTUNG JUGENDSOZIAL eien dauerhafte Kooperation im Bereich des sozialen Lernens anzustreben.

 


  

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