Ein Haus als historisches Dokument >
< Unser Name macht uns einzigartig
20.03.18 - Kategorie: Samariterstift Ammerbuch

Wir sind stark in der Gemeinschaft


Das Angebot der Tagespflege 

Neben der Ganztagsbetreuung finden ältere und bedürftige Menschen auch tagsüber eine hilfreiche und speziell auf die Bedürftigkeit der Einzelnen zugeschnittene Betreuung im Samariterstift in Entringen. Dabei ist der „Hol- und Bringservice“ mit dem hauseigenen Bus eine Selbstverständlichkeit. 
Ulrike Lösch leitet seit über zehn Jahren die Tagespflege im Ort. Zuvor hat die 51-jährige Pflegerin das gesamte Haus in Entringen geleitet und ist somit auch eine Angestellte der ersten Stunde. Sie verfügt über einen unersetzbaren Erfahrungsschatz, der den Tagesgästen mit aller Zuneigung und einem durchaus professionellen Verständnis immer wieder zugutekommt. 

Insgesamt erwartet täglich 12 Personen ein umfangreiches Beschäftigungsprogramm in der Tagespflege. „Da aber nicht alle unsere Gäste jeden Tag kommen, können wir insgesamt rund 21 Menschen bei uns betreuen“, erklärt Ulrike Lösch. Natürlich bietet die teilstationäre Betreuung viele Vorteile. Denn bei dieser Form des Miteinanders können die Tagesgäste auch zu Hause wohnen bleiben, wenn durch die Angehörigen eine Pflege und Ansprache nicht immer gewährleistet ist. Zudem ist es nur verständlich, dass jeder pflegebedürftige Mensch so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden und in seinem familiären Umfeld verbringen möchte. Die Leiterin der Tagespflege weiß, dass es wichtig ist, die geistigen und körperlichen Fähigkeiten der Menschen so lange wie möglich aufrecht zu halten. „Zudem hilft die Gemeinschaft, dass sich unsere Gäste nicht in die Einsamkeit und Isolation verabschieden. Darauf sind unsere Tagesprogramme auch zugeschnitten“, ergänzt Lösch. 

Natürlich wird im Haus auf alle „Sinne“ gesetzt. Schon wenn der Bus morgens vorfährt, duftet es herrlich nach frischen Backwaren, denn das von den Mitarbeitern der Tagespflege angerichtete Frühstück wartet auf die eintreffenden Gäste. Dabei wird anschließend allerlei Interessantes aus der Tageszeitung vorgelesen. Rege Diskussionen folgen und es ist einfach schön, wenn die Zufriedenheit und Lebenslust der Gäste den Aufenthaltsraum erhellt. Natürlich wird in der Tagespflege auch auf rege Eigeninitiative gesetzt. Für jeden Mittag wird gemeinsam in der hauseigenen Küche eine Suppe aus frischen Gemüse und heimischen Zutaten kreiert. Auch für den Nachmittagskaffee sind alle Hände der Gäste beim Kuchenbacken gefordert. 
Selbst die Herren der Schöpfung sind hier gerne und liebevoll beratend von den Damen eingebunden. Und das keinesfalls ungern! Ulrike Lösch liegt die Tagespflege sehr am Herzen, denn im kleinen Kreis kann man sehr viel bewegen. „Sobald das Wetter gut ist, sind wir viel in unserem kleinen Garten, genießen die frische Luft und machen Spaziergänge. Und wenn’s Zeit wird, pflanzen wir auch unseren eigenen Salat und Tomaten im Garten an", fügte die Pflegerin begeistert hinzu. Täglich stehen vielseitige körperliche und geistige Aktivitäten, wie zum Beispiel das Kraft- und Balancetraining, Gedächtnistraining, Singen und Spielen auf dem Programm. Auch „Basteln“ steht immer wieder ganz oben auf der Beliebtheitsskala. 
Und zu Ostern wird jetzt schon fleißig an der Dekoration der Räume gearbeitet. „Momentan haben wir gerade unseren Eingangsbereich verschönert. Jeder unserer Gäste hat eine herrliche Blume auf die Leinwand gemalt“, ergänzt die Leiterin der Tagespflege. Wenn ihre Tagesgäste am Nachmittag wieder gegen 16.00 Uhr in den Bus steigen, ist das Betreuungsteam glücklich, einen großen Teil zum sozialen Miteinander geleistet zu haben. Schließlich wissen hier alle, dass man durch Aktivierung und liebevolle Betreuung den Einzug in eine vollstationäre Einrichtung nachhaltig hinauszögern oder gar ganz umgehen kann.