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07.03.18 - Kategorie: Neues aus der Samariterstiftung

Von Ministerhand ausgezeichnet - Gemeinwohlbericht

Gemeinwohlzertifikat für die Samariterstiftung begeistert auch die Politik.


Der Sozialminister des Landes Baden-Württemberg, Manne Lucha, hat es sich trotz engem Terminkalender nicht nehmen lassen, die Gemeinwohl-Zertifizierung der Samariterstiftung zu würdigen und ihr das Testat „gemeinwohlorientiertes Unternehmen“ höchstpersönlich zu übergeben. 
Die Gemeinwohl-Ökonomie setzt auf ein dezidiert ethisch ausgerichtetes Wirtschaftsmodell. Gemessen wird das Engagement eines Unternehmens in den Bereichen soziale Gerechtigkeit, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, Menschenwürde sowie demokratische Mitbestimmung und Transparenz. Die Samariterstiftung hat bei der Bewertung durch die offiziellen Autoren gut abgeschnitten und ist seit Juli 2017 zertifiziertes Gemeinwohl-Unternehmen. 

Mit dieser Grundsatzentscheidung zum gemeinwohlorientierten Unternehmertum wird einerseits die diakonische Tradition der Stiftung gewahrt, andererseits bildet sie das Fundament, um profiliert und nachhaltig auf aktuelle Entwicklungen eingehen und diese zukunftsfähig bearbeiten zu können. „Die Samariterstiftung hat nun in dieser Sache eine Benchmark-Funktion. Sie legt die Richtschnur, an der sich andere Organisationen orientieren können“, erklärte Sozialminister Manne Lucha im Gespräch mit Frank Wößner, dem Vorstandsvorsitzenden der Samariterstiftung und MdL Brigitte Lösch, der Stiftungsratsvorsitzenden, am Rande des Plenums im Stuttgarter Landtag. 
Großes Interesse zeigte Lucha daran, wie die Ergebnisse, die sich aus der Auditierung der Stiftung ergeben haben, nun in der Samariterstiftung wirksam werden. „Wir wollen auf keinen Fall stehen bleiben. Dies ist ein fließender Prozess“, antwortete Wößner. So sei beabsichtigt, in den kommenden zwei Jahren bis zur nächsten Auditierung, die interne Kommunikation der Stiftung über die Gemeinwohlausrichtung zu verstärken: „Die Gemeinwohlbilanz soll ein wesentlicher Aspekt in der Gesamtwahrnehmung der Samariterstiftung werden“. 

„Damit setzt die Stiftung auf einen wichtigen Aspekt, der sogar im Koalitionsvertrag der Landesregierung verankert ist“, ergänzte Brigitte Lösch. Auf Seite 15 heißt es dazu: „Die Koalitionspartner begrüßen neue Formen des Wirtschaftens wie Gemeinwohlökonomien, weil sie als soziale Innovationen die Bürgergesellschaft stärken können.“ Für Manne Lucha war klar: „Das Sozialministerium muss jetzt in dieser Angelegenheit seine Hausaufgaben machen und das Thema auf die Agenda setzen.“ Frank Wößner signalisierte dafür und für andere ministerielle Vorstöße die Bereitschaft, als Pilotprojekt-Partner gern zur Verfügung stehen zu wollen.