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12.03.18 - Kategorie: Samariterstift Ammerbuch

Sozialpraktikantinnen mit Herz und Verstand


Lea Van Hofe, Chiara Jaskulski und Yvonne Schmollinger sind Schülerinnen des St. Klara Gymnasium aus Rottenburg. Im Rahmen eines einwöchigen Sozialpraktikums sammelten die „Jugendlichen“ Anfang Februar eine Vielzahl an Erfahrungen im Samariterstift in Entringen.

Dabei fielen die unterschiedlichsten Aufgaben für die drei Praktikantinnen im Haus an. So halfen sie beim Verteilen der Mahlzeiten, begleiteten Bewohner zu Gruppenstunden oder bei Spazierfahrten im Rollstuhl. Viel Zeit verbrachten die jungen Leute bei Gesprächen mit den Bewohnern und bei den wöchentlichen Spiel- und Bastelstunden.

In einem abschließenden Gespräch mit Betreuerin Sandra Zanker, berichteten die Schülerinnen über ihre Erlebnisse: 

„Es war eine interessante und sehr spannende Erfahrung für mich", erzählt die 14-jährige Chiara. „Vor allem hat es mir Spaß gemacht den Senioren einfach still und leise zuzuhören, wenn sie Geschichten aus ihrem Leben erzählten. Auch mit ihnen zu singen und Gymnastik zu machen war für mich ein bleibender Moment. Außerdem wusste ich nicht, dass manche Hausbewohner noch so beweglich sind", ergänzt die Praktikantin, die lernen musste mit den älteren Menschen laut und langsam zu reden. Auch die 14-jährige Lea erzählt begeisternd: „Wir durften eine eigene Stunde gestalten und spielten mit den Senioren - Stadt, Land, Fluss. Dabei war ich wirklich sehr überrascht, wie viel die Damen und Herren wussten. Zudem war es schön zu sehen, dass sich das Personal sehr hilfsbereit und liebevoll um die Senioren kümmert.”Etwas nachdenklich fügt die Praktikantin am Ende hinzu. „Ich glaube, ich hätte große Schwierigkeiten, den Verlust eines Bewohners zu verkraften, wenn ich hier fest arbeiten würde."

Yvonne die jüngste der drei hatte vor allem viel Spaß in der Bastelstunde. „Wir haben gemeinsam tanzende Ballerinas gebastelt, die wir über die Tische im Speisesaal aufgehängt haben. Ist doch eine wirklich schöne Idee, nun werden die Hausbewohner auch immer an uns denken“, lächelt die junge Schülerin. Beim Abschied verriet Yvonne ihrer Betreuerin, dass sie sich auf Grund der Erlebnisse durchaus vorstellen könnte, diese Berufsausrichtung später einmal einzuschlagen.

Nicht nur Sandra Zanker freute sich über die positiven Aussagen der Schülerinnen, auch Hausleiterin Sabine Schaffert-Renz begrüßt das große Engagement der Jugendlichen im Haus: „Durch das Sozialpraktikum im Seniorenheim haben die Schüler die Möglichkeit, den Alltag in der Pflegeeinrichtung wirklich hautnah mitzuerleben und das soziale Lernverhalten zu schärfen“, so die Hausleiterin.