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08.01.18 - Kategorie: Christiane von Kölle Stift

Weihnachtsbäckerei 2017 im Kölle-Stift


An den vergangenen beiden Montagnachmittagen (4. und 11. Dezember 2017) war es wieder soweit: Plätzchenduft durchzog die Wohnbereiche unseres Kölle-Stifts und verbreitete zusätzliche Adventsstimmung – auch in entlegeneren Zimmern. Alltagsbegleiterinnen, Betreuungsassistentinnen und Ehrenamtliche hatten sich mit erwartungsfrohen Bewohnerinnen, ja sogar einem Bewohner verabredet und die Ausstecherle und diverse andere Backutensilien hervorgekramt. In zwei Stunden wurde in unseren Wohnbereichen „Schlossberg“ und im „Gartenhof“ auf mehlbestäubten Tischen der bereits vorbereitete Teig gewellt und ausgestochen. Dann schwangen die begeisterten Bäckerinnen den Backpinsel und bestückten Backbleche mit ausgestochenen Teigvariationen, während im Spitzberg mit Schere, Papier und Klebstoff letzte Adventsbasteleien für die Fensterdekoration stattfanden. Mit mal konzentrierten, mal einfach nur freudig erhitzten Gesichtern wurden nebenbei Geschichten und Erfahrungen aller Art ausgetauscht, wurde sich erinnert … oder gab man sich einfach nur ganz dem geschäftigen Augenblick hin. Währenddessen konnte man bereits in den Küchen die ersten verzierten „Bredla“ im Ofen langsam goldgelb backen sehen. Natürlich wurden sie schon bald von den Ungeduldigsten der Bäckerinnen und Bäcker lauwarm verkostet. Der noch halbvolle Mund von so manchem Kenner lobte sie schwäbisch-bescheiden mit den Worten „die sennd oifach guat“ – und lies keinen Zweifel daran, dass selbstgemachte Plätzchen einfach die besten sind … 

 

Am ersten Montag drehten sich die Gespräche nicht nur darum, ob man die „Lausbuben“ am besten vor oder nach dem Backen mit „Xelz“ bestreicht und schichtet, welche Formen man für Weihnachtsausstecherle verwendet oder wie groß die „Engelsaugen“ sein dürfen (und welche Marmelade man am besten in die Mulde kleckst). Es ging auch darum, wie man früher buk und welche Sorten eindeutig die besten waren und sind. Schnell war man sich einig: Die guten alten Vanillekipferl dürfen in unserem Plätzchensortiment nicht fehlen. Schon deswegen war es ausgemachte Sache, dass wir genau diese am zweiten Adventsmontag formen, backen und mit vanilleparfümiertem Puderzucker zu voller Perfektion bringen würden. Dies war ganz sicher die richtige Entscheidung! Auch die unterschiedlichsten Größen und experimentellsten Formen täuschten nicht darüber hinweg: Geschmacklich waren die Kipferl wunderbar – und wohl kaum hätte man mehr Freude am Backen haben können. Da war es Ehrensache, dass die zwei Bewohnerinnen vom vergangenen Montag, die dieses Mal leider unpässlich waren und deswegen in ihren Zimmern bleiben mussten, wenigstens zwei Versucherle aufs Zimmer gebracht bekamen, um sich daran zu erfreuen … bevor die Plätzchen am nächsten Tag für alle zum Nachmittagskaffee auf den Tisch gestellt wurden. Ob wohl am 3. Advent noch welche übrig sind …?

 

Wir danken allen Bewohnerinnen sowie Haupt- und Ehrenamtlichen, die beim Backen (und Probieren) dabei waren. Wir freuen uns auf die Weihnachtsbäckerei im nächsten Jahr; vielleicht finden sich genügend Interessenten, sodass wir sie dann sogar an drei Montagen eröffnen können. Es wäre doch schön, wenn wir dann so viel backen könnten, dass alle im Kölle-Stift vielleicht sogar noch am Heiligabend ein selbstgemachtes „Bredle“ probieren und auch dann wieder sagen könnten: „Selber gmacht – und selber gessa – sennd Bredla oifach am beschda“. –