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23.01.18 - Kategorie: Neues aus der Samariterstiftung

Neue Energie schöpfen und quer denken


13. Kirchberger Dialog widmet sich in Zeiten der Digitalisierung und des Wandels der Zukunft

Das hat Tradition. Seit 2004 laden immer am letzten Januarwochenende die Samariterstiftung, Bruderhaus Diakonie sowie die Stiftung Zeit für Menschen in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung Management Partner zum Kirchberger Dialog ins Kloster ein. Führungskräfte aus Industrie, Wirtschaft und Sozialwirtschaft begegnen sich auf neuen Wegen. „Mut und Verantwortung - Arbeit 4.0 – zwischen Verheißung und Bedrohung“ lautet das Thema für dieses Jahr. 

In Kirchberg werden sich rund 80 Führungskräfte aus Industrie und der Sozialwirtschaft zum dreizehnten Kirchberger Dialog treffen. Beim 13. Kirchberger Dialog wird am Montag, 29. Januar Professor Klaus Henning, Informationswissenschaftler und bis 2009 Inhaber des Lehrstuhls Informationsmanagement im Maschinenbau sowie Leiter des Zentrums für Lern- und Wissensmanagement an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen, das Impulsreferat halten. Ihn beschäftigt die Frage, „wie künstliche Intelligenz die Welt verändern wird“. Als Senior Consultant berät er bei der Unternehmensberatung P3 OSTO Organisationen branchenübergreifend systemische Beratung und befähigt sie, Veränderungsprozesse in ihrem Unternehmen wirkungsvoll umzusetzen. Bei der Begleitung solcher Prozesse werden Teams und Mitarbeiter nicht nur involviert, sondern gleichzeitig weitergebildet und für das eigenständige Meistern von Komplexität in der Zukunft befähigt. Denn die Digitalisierung erreicht die Gesellschaft immer schneller und immer mehr Ebenen sind davon berührt. Menschen und Maschinen vernetzen sich untereinander. Der Wandel kann überfordern – wie lässt er sich proaktiv gestalten? Diesem ersten Impulsvortrag wird am Dienstag, 30. Januar ein zweiter folgen und weitere Orientierung geben. Professor Ekhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandsvorsitzender der Daimler und Benz Stiftung in Berlin spricht davon, wie es Führungskräfte einrichten müssen, in Zeiten komplexester Zusammenhänge und Vernetzungen nicht im Räderwerk der Dynamik und Veränderung unterzugehen. „Wir sind eine Antwortgesellschaft, die sich Illusionen über ihr Wissen macht. Um in Zukunft mitzuspielen und Erfolg zu haben, müssen wir uns in eine Fragengesellschaft verwandeln. Um Firmen und Institutionen überlebensfähig zu machen, müssen wir auf Vorrat denken, also die Fragen viel früher stellen. Nicht erst, wenn das Problem in der Tür steht“, stellt der Zukunftsforscher fest.

Bevor sich am Dienstagnachmittag von 15 Uhr an die verschiedenen Workshops mit unterschiedlichen Perspektiven zum Thema anschließen, spiegelt und fokussiert das Feedbacktheater mit Jakob Nacken und Mirjam Waggon die beiden Vorträge. Insgesamt gibt es vier Workshops, die sich am Mittwochvormittag alle noch einmal wiederholen, damit jeder Teilnehmende die Möglichkeit hat, möglichst viele Informationen einzufahren:

Workshop 1: Mut und Verantwortung – meine persönliche Reaktion in ethischen Dilemmata, gehalten von Peter Bartels, Supervisor und Psychodramaleiter. Im Workshop lassen sich mit Methoden des Psychodramas spielerisch fundierte Analysen und Lösungsmöglichkeiten für Situationen entdecken für die es keine eindeutig richtige oder falsche Lösung gibt.

Workshop 2: Bildung durch Gamification, gehalten von Florian Prehn, Produktmarketing Volkswagen und verantwortlich bei Mobile Online-Dienst. Lassen sich Menschen mittels Spiel, genauer gesagt Gewinnspiel, zu einer gewünschten Verhaltensänderung bewegen? Was sind die Chancen des spielerischen Lernens?

Workshop 3: Warum stehst du morgens auf? Zwischen standardisiertem Menschen und Selbstbestimmung; gehalten von Andreas Günther, Sozialwissenschaftler, Organisationsberater und Führungskräftecoach. Wie finden wir für uns eine stimmige Work-Life-Balance?

Workshop 4: Wenn der Puls stimmt –musikalischer Selbstausdruck gegen digitale Vereinnahmung; gehalten von Helge Rosenbaum, Teamdrumming. Beim Teamdrumming lassen sich unterschiedlichste Rollen wie die des Einzel-, Team- oder Orchesterspielers entdecken. 

Die Tagung schließt mit einem dritten Impuls. Vier Start-ups debattieren mit den alteingesessenen Unternehmen über das Miteinander zwischen Konkurrenz und gemeinsamen Wegen. . Mut und Verantwortung brauchen beide in Zeiten des Wandels. Die Atmosphäre des Klosters verspricht mit großzügigen Räumen und den Möglichkeiten des Rückzugs zwei Tage der Entschleunigung. Hier lassen sich neue Netzwerke knüpfen und frische Energie gewinnen. Ein ganz besonderer Aspekt ist, dass Beck Management, Bosch und Apetito gemeinsam sechs Stipendiums-Plätze für junge Führungskräfte aus Wirtschaft und Sozialwirtschaft zur Verfügung gestellt haben. 

Zitate zu früheren Kirchberger Dialogen 

„Ich habe beim Kirchberger Dialog viele spannende, tiefe und offene Gespräche geführt, zudem viele Anregungen im Neudenken, Querdenken für meinen Arbeitsalltag bekommen - das Ganze in einer Umgebung, die zum Abschalten einlädt - das fand ich toll.“ Dr. Anja Dietze, Unternehmenssprecherin Klinikum Esslingen

„Ich gehe sehr bereichert, was Impulse, Thematik und die Begegnungen anbelangt.“ Steffen Bohnet, Projektmanager Porsche Consulting

„Die Referenten haben sehr interessante Beiträge geleistet, ich habe viele Impulse bekommen.“ Klaus-Peter Friedrich, Personalleiter Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen

„Der Kirchberger Dialog setzt immer viele tolle Impulse.“ Jochen Ziegler, Leitung BruderhausDiakonie Stuttgart

„Die Mischung aus Teilnehmern aus sozialen Unternehmen und der Industrie finde ich interessant, jeder lernt vom anderen. Die Veranstaltung hat mich angeregt, innovativer zu denken und über bestehende Strukturen nachzudenken.“ Manfred Haid, Freundeskreis Mensch

„Ich nehme sehr viel Interessantes mit. Einige Ideen, die vorgestellt wurden, haben mich fasziniert. Sie sind Anregungen für meinen Arbeitsalltag." Bettina Weidenbach, Geschäftsführerin Stiftung INVITARE 

„Ich nehme viele Anregungen mit, die Vorträge waren eine gelungene Komposition. Ich bin schon zwei Tage vor Veranstaltungsbeginn angereist, um hier im Kloster aufzuatmen.“ Michael Maas, Facharzt für Innere Medizin

„Es gab viele Ansätze zum Neu- und Querdenken, die Vorträge waren eine gute Mischung verschiedener Kompetenzträger. Ich finde es wichtig, diese Veranstaltung an diesem Ort zu machen, die Umgebung ist ein Ort der Kraft.“ Carsten Wagner, Apotheker, Mörike Apotheke Filderstadt