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17.10.17 - Kategorie: Fachschule Leonberg, Samariterstift Leonberg+Seniorenzentrum Parksee

Wilde Trauben roter Saft


Weinfest im Samariterstift Leonberg. Das hat Tradition und das folgt Traditionen. Hinter jeder Flasche Wein steht nämlich eine Geschichte. Während so manches Volksfest mit der Zeit geht und alte Traditionen gegen moderne Einflüsse tauscht, bleiben sich Weinfeste seit Jahrzehnten treu. Weinfest, das ist Eintauchen in eine althergebrachte Kultur, die von Leidenschaft und Liebe zu den genussvollen Seiten des Lebens erzählt. Deshalb durften sich auch gleich mehrere Damen die güldene Krone der Weinkönigin aufsetzen und mit einem guten Tropfen auf eine gelungenes Jahr und seine Ernte anstoßen. Die Trauben, die in warmer Sonne reifen, die den kühlen erfrischenden Regen brauchen. Der Rebstock, der sich aus ganz bestimmtem Boden nährt. Der Weinbau ist wie das Leben selbst. Er braucht Geduld, Pflege und die Bereitschaft, sich immer wieder auf neue Begebenheiten einzustellen. Erste Hinweise auf Weinerzeugung im größeren Stil finden sich schon um 5000 vor Christus im heutigen Georgien und im südlichen Irak. Pflanzliche Überreste belegen, dass bereits zu dieser Zeit Weinreben systematisch kultiviert wurden. Phönizische Seefahrer brachten die Reben dann um 1700 vor Christus nach Kreta und auf das griechische Festland. Etwa 1000 Jahre später war der Weinbau durch Handelsniederlassungen und militärische Stützpunkte griechischer Seefahrer im gesamten Mittelmeerraum etabliert. Für die weitere Verbreitung in Europa sorgten um Christi Geburt die Römer. Sie pflanzten in den von ihnen eroberten Gebieten in Mitteleuropa überall dort Reben an, wo sie sich durch klimatisch günstige Bedingungen Ertrag versprachen.