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09.10.17 - Kategorie: Neues aus der Samariterstiftung

Ein Engel für die kommenden zehn Jahre


Dienstjubiläum wird mit einem Feiernachmittag gewürdigt

„Das ist ein Geschenk, das mich wirklich berührt“, sagt eine der Geehrten und hält den Bronzeschutzengel dankbar in ihrer Hand. Alle 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an diesem Nachmittag für zehn Jahre Mitarbeit in der Samariterstiftung geehrt werden, haben als kleines Dankeschön diesen Bronzeengel und einen Schokololli, handmade im hauseigenen Samocca, mit einer zuckersüßen „10“ drauf erhalten. Vom Vorstand und dem Referat Diakonie und Theologie, wurde erstmals aus Anlass des Dienstjubiläums zu einer Feier eingeladen. 

Aus der ganzen Samariterstiftung kamen die Jubilare, davon schon allein neun Mitarbeitende aus Altenstadt, andere kamen aus Weissach oder aus Crailsheim. Begrüßt wurden die Mitarbeitenden vom Vorstandsvorsitzenden der Samariterstiftung Frank Wößner.  „Ich möchte mich bei Ihnen bedanken, dass Sie bei uns sind, dass Sie diese zehn Jahre unseren Weg mitgegangen sind, auch bei allen Veränderungen, die es gab“, sagte er anerkennend. Pfarrerin Cornelia Eberle führte durch das weitere Programm des Nachmittags. Da gab es eine kleine Erzählrunde, wie die Einzelnen zur Samariterstiftung gestoßen sind. Eine Pflegefachkraft erzählte: „Meine Mutter war gerade gestorben und ich hatte sie lange gepflegt. Als ich eines Tages im Schwimmbad auf einer Bank saß, kam eine Bekannte und setzte sich zu mir. Sie war es, die mir erzählte, dass im Samariterstift Mitarbeiterinnen gesucht werden. Und jetzt bin ich zehn Jahre dabei. Es war eine gute Entscheidung.“ Den Besinnungsimpuls setzte Pfarrerin Lea Schweizer. Frei und spannend erzählte sie – oft unerwarteten - Begegnungen mit Engeln. 

Die Zehn-Jahr-Jubilare waren sowohl aus der Eingliederungshilfe wie aus der Altenhilfe gekommen und quer durch alle Berufsbereiche. Frank Wößner stellte klar: „Es ist völlig egal, was jemand macht – wichtig ist aber, dass jede und jeder das tut, wofür sie da ist, was sie kann“, und augenzwinkernd ergänzte er: „Toll, dass viele etwas können und beitragen, was ich nicht kann.“ 

Die Mitarbeitenden, inzwischen allesamt echte Samariter geworden, bringen vielfältige berufliche Erfahrungen mit. So kam eine der Verwaltungsmitarbeiterinnen ursprünglich aus der Industrie. Ihr Hauptaugenmerk galt also Zahlen, Daten Fakten. Sie landete in der Altenhilfe und musste sich erst einmal an die „neue“ Welt gewöhnen. Beim ersten Rundgang durch das Haus sah sie die Lifter und ähnliche Pflegemittel und freute sich strahlend über die „Trimm-Geräte“, die hier sogar die Senioren haben dürfen. Tja, solch eine Verwechslung passiert ihr natürlich heute als alter Häsin nicht mehr. „Wir helfen Menschen, das ist der Sinn unseres Tuns“, so der Vorstandsvorsitzende. „Weiterentwicklungen und Veränderungen wird es weiterhin geben – gut, wenn wir das als gemeinsame Aufgabe verstehen. Wir brauchen dabei Mitarbeitende, die mitgehen, die sich einbringen und sich einmischen. Ich wünsche mir, dass es Ihnen neben allem auch Freude macht, bei uns zu sein.“

Und Freude macht die tagtägliche Arbeit. Die Jubilare berichteten von erinnerungswürdigen, berührenden und unvergesslichen Eindrücken in ihren vergangenen zehn Jahren. Eine sehr lebhafte Erzählrunde entspann sich. Es war von demenziell Erkrankten die Rede, bei denen Mitarbeitende bestärkt und aufgerichtet aus dem Zimmer kommen. Erzählt wurde von Lachen und von Herzenswärme, aber auch von schwierigen und herausfordernden Situationen. Dann folgte Improvisationstheater. Eben weil keine Szene einstudiert war, sondern Stichworte aus dem Publikum aufgegriffen wurden, ergab sich eine sehr vergnügliche Unterhaltung. Schließlich wurde zum festlichen Abendessen geladen, bei dem es noch weiter Gelegenheit zum Reden gab. So war der der Nachmittag gut abgerundet, eine gelungene Würdigung und Anerkennung.

Den festlichen Chrakter des Festes sowie die kulinarischen Genüsse verdankte die Dienstjubiläumsfier dem Team um Eva Unyi, Veranstaltungsmanagement in der Hauptverwaltung.