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09.11.17 - Kategorie: Samariterstift Obersontheim

07.11.17- Haller Tagblatt- ds


Über die „Eingliederungshilfe“ finanziert der Landkreis Schwäbisch Hall Einrichtungen wie die Werkstätten des Samariterstifts für Menschen mit seelischer Behinderung in der Stadt Schwäbisch Hall, in Obersontheim und Crailsheim. Er übernimmt die Betreuungskosten im Arbeitsbereich. „Für Menschen, die wegen ihrer Erkrankung keine wirtschaftlich verwertbare Leistung bringen können, zahlen wir den Besuch der Förder- und Betreuungsgruppen. Unser Ziel ist, den Menschen die weitreichendste Teilhabe am Leben zu ermöglichen“, erklärt Sozialdezernent Thomas Haag.

Die drei Tagesstätten für psychisch kranke Menschen finanziert der Landkreis Schwäbisch Hall komplett, für den Sozialpsychiatrischen Dienst zahlen Landkreis und Land die Grundfinanzierung. Auch die Wohnkosten für seelisch Kranke übernimmt der Landkreis – vom ambulant betreuten Wohnen und Wohnen mit Familienanschluss bis zu rundum betreuten Wohngruppen des Samariterstifts.

Die Agentur für Arbeit unterstützt Menschen mit psychischer Behinderung, damit sie trotz Krankheit arbeiten können. „Sie finanziert etwa Umschulungen, Anpassungsqualifizierungen, damit der Betroffene in seinem Beruf bleiben kann, und Maßnahmen, die abklären, welche Berufsalternativen sich eignen“, so Reha-Experte Nikolaus Bucher von der Arbeitsagentur in Tauberbischofsheim.

Zuschuss von Arbeitsagentur

Bei der Rehabilitation psychisch Kranker kooperiert die Agentur für Arbeit mit der Krankenkasse und der Rentenversicherung, die anfangs die Kosten übernehmen. Wenn der Betroffene stabilisiert ist, so dass eine Rückkehr ins Erwerbsleben in Betracht kommt, folgt der berufsfördernde Teil, den die Agentur für Arbeit finanziert. Sie fördert auch in den ersten 27 Monaten die berufliche Bildung in einer beschützenden Werkstatt.

Auch die Deutsche Rentenversicherung hilft Menschen mit psychischen Erkrankungen, in die Arbeitswelt zurückzukehren. Das Angebot „Berufliche Rehabilitation“ richtet sich an Menschen, die wegen gesundheitlicher, auch psychischer, Probleme beruflich nicht mehr voll belastbar sind. „Wir arbeiten hier mit den Berufsförderungswerk Hall und den Beschützenden Werkstätten zusammen“, erklärt Melanie Brauer vom Regionalzentrum Hall. Ihre Kollegin Johanna Göller ist Ansprechpartner für Firmen, denen die (psychische) Gesundheit ihrer Mitarbeiter wichtig ist. „Ziel ist, gefährdete Mitarbeiter mit einem Kombipaket aus stationären und ambulanten Angeboten psychisch zu stärken, damit sie erst gar nicht krank werden“, erklärt Göller.

Info Der Artikel gehört zur Serie über Angebote für Menschen mit chronischen psychischen Erkrankungen. Im nächsten Teil der Serie stellen wir Einrichtungen für diese Menschen vor. Am Samstag, 18. November, organisiert das Samariterstift Obersontheim eine Veranstaltung im Haller Hospitalhof, bei der sich die im HT erwähnten Akteure von 10 bis circa 13 Uhr präsentieren und Kurzberatungen anbieten.