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11.12.17 - Kategorie: Samariterstift Geislingen+Altenstadt, Samariterstift Wiesensteig

Umstrittener Baubeginn für Altenpflegeeinrichtung


Der Bau der seit Jahren geplanten Altenpflegeeinrichtung hat in Gingen begonnen. Bauherr ist die Samariterstiftung. Anwohner kritisieren den Bau.

Mit den Worten „Wenn der Spaten sticht, beginnt etwas zu entstehen“ hat Frank Wößner, Pfarrer und Vorstandsvorsitzender der Samariterstiftung, rund 80 Besucher vor einem „Grundstück mit viel Nichts“, zwischen Johanneskirche, Pfarr- und Grabenstraße und Kirchgasse in Gingen begrüßt. Mit dem Spatenstich bei frostiger Temperatur und zum Teil frostiger Stimmung bei einigen Anliegern, war Baubeginn für eine Altenpflegeeinrichtung in der Ortsmitte von Gingen, in der später einmal in vier Wohngemeinschaften 40 Bürger betreut werden.

Nach einer geplanten Bauzeit von rund 18 Monaten soll im August 2019 Leben in das zweiflüglige Flachdachgebäude einkehren. Für die Samariterstiftung beginnt mit der neuen Altenpflegeeinrichtung in Gingen – nach denen in Geislingen (zwei Häuser) und Wiesensteig (wir berichteten) – ein viertes Kapitel im Landkreis Göppingen. Mit der veranschlagten Bausumme von etwa fünf Millionen Euro, wird nach Aussage von Wößner, nicht in die Mauern des Gebäudes investiert, sondern für ein Engagement in die Zukunft.

 

Weitere Parkplätze geplant

Gingens Bürgermeister Marius Hick geht mit der Altenpflegeeinrichtung, die von seinem Vorgänger Lothar Schober bereits auf den Weg gebracht wurde, eine Herzensangelegenheit in Erfüllung. Er sei stolz darauf, dass mit dem Bau älter werdende Bürger in der Dorfgemeinschaft verbleiben könnten.

In Bezug auf einen von 47 Bürgern unterschriebenen Brief an Landrat Edgar Wolf gegen die geplante Baumaßnahme, betonte der Bürgermeister in seinen Grußworten zum Spatenstich, dass es ein langer Planungsprozess immer mit Einbeziehung der gesamten Gemeinde war. Marius Hick versicherte, dass sich die Gemeinde mit der nun „aufkochenden“ Parkplatzsituation intensiv auseinandergesetzt habe. Hick sprach davon, dass die Vorabplanung sechs Parkplätze ausgewiesen habe und diese realisiert werden und dass in einer weiteren Planung weitere Parkflächen geschaffen werden sollen. Der Bürgermeister lud die Kritiker zum gemeinsamen Dialog ein.

Architekt Eckhard Ernst stellte das Projekt in einigen Details und die bauausführende Firma Rommel aus Stuttgart vor, und Kirsten Rothfuß von der evangelischen Kirchengemeinde stellte nochmals klar, dass es sich mit der Altenpflegeeinrichtung um eine Pflegegemeinschaft der zukünftigen Generation handelt.

Bevor sich zehn Spaten zum Stich in den leicht angefrorenen Gingener Boden gruben, segnete Pfarrer Shaji Joseph von der katholischen Kirchengemeinde mit seinen christlichen Worten den Baubeginn. Umrahmt wurde der Spatenstich von einem Saxofon-Trio des Musikvereins Gingen.