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05.08.15 - Kategorie: Neues aus der Samariterstiftung, Fachschule Leonberg, Samariterstift Leonberg+Seniorenzentrum Parksee

Weiß, luftig und ohne Barrieren

Das zweite White Dinner in Leonberg lädt wieder zum frohen Sommerabend ein


am Samstag, 29. August, von 17 Uhr an ins Quartier am Blosenberg

Um Gutes zu tun, braucht's keiner Überlegung, lässt der alte Goethe in Iphigenie auf Tauris verlauten. Deshalb überlegen das Samariterstift Leonberg und die Leonberger Stiftung Zeit für Menschen nicht lange und veranstalten am Samstag, 29. August, von 17 Uhr, an das zweite White Dinner im Quartier am Blosenberg – denn das erste im vergangenen Jahr war ein riesiger Erfolg. Auf dem Parkgelände des Samariterstifts zwischen den Häusern 74 und 72 hatte das Samariterstift Tische und Stühle aufgestellt. Rund um die frisch gepflanzte Kastanie in der Mitte des Platzes gruppierten sich die Sitzgelegenheiten und nach und nach wurde es immer voller. Lauer Sommerabend, leise Geigenmusik und jede Menge neugierige Gäste. Die Lampions wippten  im Dreivierteltakt oder doch eher in der sanften Sommerbrise. Wer konnte, hatte sich Weiß eingekleidet und brachte weiße Tischwäsche mit -  ganz im Sinn des Erfinders des ersten Festes, dieser Art. Die Gartenparty des begüterten Franzosen Francois Pasquier, zu der er 1988 ebenso wohlhabende Gäste eingeladen hatte, war so überfüllt, dass er kurzerhand alle Gäste aufforderte, mit Picknickkörben in den Bois de Boulogne umzuziehen und dort weiter zu feiern. Die komplett in Weiß gekleideten Partygäste fanden das Freiluftfest im Wald so schön, dass es fortan zur Tradition der Hautevolée gehörte, einmal im Sommer ein Fest im Freien und ganz in Weiß zu feiern. Das „Dîner en blanc“ war geboren und zog rund um die Welt. Vor zehn Jahren war es schon so beliebt, dass es auf der Avenue des Champs-Élysées gefeiert werden musste. Im vergangenen Sommer ist es als White Dinner in Leonberg angekommen. Gleich geblieben ist der völlig unkommerzielle und unpolitische Charakter des Festes. Geändert hat sich, dass heute in Leonberg wirklich Jeder daran teilnehmen konnte. „Weil das so ist, passt ein White Dinner ganz besonders gut zu unserem Quartier hier in der Seestraße“, sagt Irmgard Vogel, Hausleiterin des Samariterstiftes in Leonberg und Organisatorin des ersten White Dinners. Sie hatte von ihrer Tochter, die in Hamburg lebt, von dieser Art der Veranstaltung gehört und fand, „das ist genau das Richtige für unser Quartier“. Ein unkompliziertes Fest ohne viel Drumherum, aber mit unzähligen Chancen, Barrieren zwischen Alt und Jung, zwischen Hausbewohnern und anderen Mietern abzubauen. Für die Bewohnerinnen und Bewohner der Häuser 72 und 74 sowie aus den Wohnungen des betreuten Wohnens hatte die Samariterstiftung selbst den Tisch gedeckt und Picknickkörbe mit allerlei Leckerem gefüllt. Die anderen Gäste haben Käse, Rotwein, Cracker und mixed Pickles selbst mitgebracht. Aber auch wer nicht komplett in Weiß gekleidet war, war herzlich willkommen. „Wir sind einfach gewissermaßen unters Volk gegangen“, sagt Irmgard Vogel. Alle haben sich im Zentrum des gemeinsamen Quartiers getroffen. Ein Miteinander wurde möglich. „Es ist ein schönes Gefühl mal was Neues auszuprobieren“, fügt sie hinzu. Strukturen wie Haus- Zugehörigkeiten und ähnliches werden so einfach aufgebrochen. „Diese Idee der Vernetzung ist doch der Kerngedanke der Quartiersarbeit“, erklärt die Hausleiterin. Die Familien, die ihre Kinder im Kindergarten haben, die Menschen der Kirchengemeinde, die Ehrenamtlichen, die in den Häusern arbeiten, sie alle haben von der Idee erzählt, und es hat sich ein buntes Volk zusammengefunden. Jeder hat mit Jedem gesprochen, es wurde Rezepte ausgetauscht und Probierhäppchen verteilt. „Hier im Quartier beginnt etwas zu wachsen“, spürt nicht nur Irmgard Vogel. Der Quartiergedanke sei das, was am ehesten an die überlebten Strukturen früherer Großfamilien heranreiche und was auch an ähnliche Funktionen anknüpfen könne. Wer im Quartier lebe, könne auf verschiedene Arten und an unterschiedlichsten Kontaktpunkten Hilfe, Unterstützung oder Gesellschaft anfordern. „Das ist gelebte, lebendige Nachbarschaft“, sagt Irmgard Vogel. Das Leben im Quartier sei ein sehr soziales und bereits sehr lebendig geworden.

 

Kontakt:
Reinhard Gradmann, Leitung Referat Kommunikation und Gesellschaft,
T: 07022 505269, E: reinhard.gradmann@samariterstiftung.de

Sabine von Varendorff, Pressereferentin,
T: 07022 505 204, E: sabine.vonvarendorff@samariterstiftung.de

Irmgard Vogel, Hausleitung, Samariterstift Leonberg
Tel.: 07152 / 607 – 105   Fax:  607 – 117
irmgard.vogel@samariterstiftung.de