Seelsorge und diakonisches Handeln in der Samariterstiftung

Seelsorge und Demenz 
Einem demenziell erkrankten Menschen entschwinden immer mehr Teile seiner eigenen Lebensgeschichte, er verliert die eigene Person. Deshalb ist in seelsorgerlichen Begegnungen alles wichtig, was ihm hilft, sich zu erinnern und an Bekanntes anzuknüpfen. Neben biografisch wichtigen Ereignissen, Geschichten und Bildern gehören auch Lieder, Bibeltexte und Gebete dazu. Wir legen großen Wert auf Rituale, z.B. Tischgebete, Abendlieder und gemeinsame Mahlzeiten. Auch wenn ein Mensch sich selbst vergisst, ist er von anderen nicht vergessen und er ist ganz sicher aufgehoben im Gedächtnis Gottes. 

Seelsorge bei sterbenden Menschen 
In der Begleitung sterbender Menschen trägt uns die Zuversicht, dass Gottes liebevolle Zuwendung auch hier kein Ende hat und wir durch die Auferstehung Jesu Christi zu neuem Leben berufen sind. Wir setzen die Erkenntnisse der „Palliative Care“ (ein Konzept der fürsorglichen Pflege und Betreuung am Lebensende) um. Weil Sterben nicht nur ein körperlicher Prozess ist, ist uns neben der Linderung von Schmerzen auch die seelsorgerliche Begleitung wichtig. Das kann ein Gespräch über noch unbeantwortete Lebensfragen sein, ein gemeinsames Gebet, die Feier des Abendmahls im Kreis der Angehörigen oder das ruhige Sitzen am Bett. Dabei versuchen wir, den Bedürfnissen des sterbenden Menschen nachzuspüren und ihnen gerecht zu werden. 

Seelsorge für Menschen mit Behinderung 
Gott hat uns Menschen in einer großen Vielfalt geschaffen, mit unterschiedlichen Stärken und Fähigkeiten. Die Einzigartigkeit jedes Einzelnen findet ihren Ausdruck im täglichen Umgang miteinander, in der aufmerksamen Begleitung und Beratung und in seelsorgerlichen und gottesdienstlichen Angeboten. Diese sind in leichter Sprache und geben die gute Botschaft Gottes elementar und anschaulich weiter. Dabei ist uns wichtig, dass sich viele aktiv beteiligen können. 

Seelsorge für Menschen mit psychischer Erkrankung 
Wer psychisch krank wird, stellt manche Fragen neu – die nach dem Sinn der Krankheit und des Lebens überhaupt, die Frage nach Gerechtigkeit, nach Orientierung, nach Gott. Seelsorgerliche Begleitung gibt diesen Fragen Raum und sucht gemeinsam nach Antworten. Dabei schöpfen wir aus dem Gespräch mit der Bibel. Es trägt uns die Überzeugung, dass jeder Mensch von Gott so geachtet und geliebt ist, wie wir sind – unabhängig von Alter und Leistungsfähigkeit, von Gesundheit und Krankheit. Damit das spürbar wird, gibt es verschiedene Angebote in unseren Einrichtungen. Regelmäßige Rituale und Gesprächsangebote über „Gott und die Welt“ sind wichtige Elemente in der seelsorgerlichen Begleitung.

Wenn Sie mehr über unser diakonisches Selbstverständnis erfahren wollen oder Anregungen haben, können Sie sich gerne wenden an:  
Pfarrerin Cornelia Eberle, Referat Diakonie und Theologie 
Tel: 07022-505 292, Samariterstiftung Schlossweg 1, 72622 Nürtingen 

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