Von der Gründung bis zur Fusion

Entstehung

Die Stiftung in ihrer heutigen Form ist entstanden durch die Fusion der Fürsorgeheime Leonberg-Oberensingen (gegründet 1871) mit der auf das Jahr 1885 zurückgehenden Samariterstiftung (Stuttgart). 














Die Fürsorgeheime Leonberg-Oberensingen

... waren zunächst „Rettungsanstalten für ältere Mädchen evangelischer Confession“ und firmierten von 1928 an – nach den Standorten der beiden ersten Einrichtungen – als „Fürsorgeheime für evangelische schulentlassene Mädchen in Leonberg und Oberensingen“. Nach dem Zweiten Weltkrieg baute die Stiftung an beiden Orten je ein Altenheim: 

–   im Jahr 1948 das Evangelische Altenheim Leonberg (das heutige Samariterstift Leonberg) und 
–   1955 das Dr.-Vöhringer-Heim in Nürtingen-Oberensingen.

Hinzu kam 1962 in Oberensingen die erste Altenpflegeschule Württembergs. Sie wurde 1973 nach Tübingen verlegt, als dort das (inzwischen abgerissene und durch zwei Neubauten an anderer Stelle ersetzte) Kreisalten- und Pflegeheim Haus am Österberg eröffnete. Später ging die Trägerschaft der Schule – der heutigen Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe – an das Diakonische Institut für Soziale Berufe über.

Bezeichnend für den Wandel in der Altenhilfe ist auch die Geschichte des Samariterstifts Friedrichshof: 1963 bei Obersulm-Eichelberg nahe Heilbronn als erstes Pflegeheim für alte Menschen mit psychischen Erkrankungen in der Bundesrepublik Deutschland eingeweiht, musste der „Friedrichshof“ 30 Jahre später jedoch – bedingt durch die Veränderung der sozialpolitischen Rahmenbedingungen –seine Pforten schließen.

Der Arbeitszweig Jugendhilfe wiederum wurde – vor allem infolge der Novellierung des Jugendhilferechts (1979) – bis Mitte der 80er Jahre ganz aufgegeben.

Die Samariterstiftung

... mit Sitz in Stuttgart entstand ebenfalls gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Sie war eine Initiative von Stuttgarter Kaufleuten, die sich gelähmter, verkrüppelter, blinder und amputierter Menschen annehmen wollten. Mit diesem Werk begannen sie in gemieteten Räumen des Schlosses Stammheim (Stuttgart) und später in der Burg Reichenberg (Oppenweiler bei Backnang).

–   1903 kaufte die Stiftung das Schloss Obersontheim (Samariterstift Obersontheim),
–   1928 das Schloss Grafeneck (Samariterstift Grafeneck) bei Münsingen und
–   1964 in Neresheim ein Altenheim, dem ein Behindertenheim mit Werkstatt angegliedert wurde (Samariterstift Neresheim). 
–   1968 kam als weiteres Pflegeheim das Samariterstift Zuffenhausen hinzu.

Die Fusion

... der beiden Werke wurde mit Wirkung zum 1. Januar 1975 beschlossen und formal durch den Beitritt der Fürsorgeheime Leonberg-Oberensingen zur Samariterstiftung vollzogen. Treibende Kraft war Dr. Karl Dummler, Direktor im Oberkirchenrat der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und Vorsitzender des Verwaltungsrats sowohl der Fürsorgeheime als auch der bisherigen Samariterstiftung. Der Zusammenschluss sollte die Leistungsfähigkeit der Heime und Einrichtungen steigern und ihre diakonische Arbeit auf eine breitere personelle und wirtschaftliche Grundlage stellen. Das so entstandene diakonische Unternehmen übernahm den Namen Samariterstiftung; Nürtingen-Oberensingen wurde Sitz der Hauptverwaltung.