Pressemeldungen

02.11.12 - Werkstatt am Neckar

Mut zur Farbe ist ein Weg zu sich

Jetzt können ihn alle sehen! Den Emil Nolde, den Jürgen Rieger nachgemalt hat. Er hängt wie 34 andere Werke im Foyer der Samariterstiftung. Dort ist die Tage die Ausstellung, „Wege in die Farbe“, mit einer Vernissage eröffnet worden. Beschäftigte der Werkstatt am Neckar in Wendlingen, stellen bis zum 1. Februar des kommenden Jahres die Ergebnisse ihres künstlerischen Wirkens aus. Die Menschen, die aufgrund einer psychischen Erkrankung in der der Werkstatt arbeiten, haben unter Anleitung von Max G. Bailly zum Pinsel gegriffen und sich auf den Weg zu Farbe und sich selbst begeben. Jürgen Rieger ist ein wenig aufgeregt, denn es ist das erste Mal, dass der 49jährige Bilder, die er gemalt hat, in so großer Runde ausstellt. Mit 39 Jahren musste der gelernte Altenpfleger seinen Beruf aufgeben. Zu stark bestimmten schwere Depression und psychotische Phasen sein Leben. Er kam in eine Klinik und erlebte dort zum ersten Mal, wie heilsam der Kontakt zur Kunst sein kann. „Malen ist befreiend“, sagt er rückblickend. Deshalb war es für ihn klar, dass er an den Malkursen teilnehmen würde, die Max Bailly, freischaffender Künstler aus Unterensingen und Kunstdozent an der Freien Kunsthochschule in Nürtingen in der Werkstatt angeboten hat. Vier Frauen und fünf Männer haben bei Bailly gelernt, sich auf Farbe, Bewegung, Schwingungen und Inneren Ausdruck einzulassen. „Malen heißt, etwas auszudrücken, was ich nicht mit Worten beschreiben kann“, sagt Jürgen Rieger. Er weiß es, denn es gibt viel, für das ihm die Sprache fehlt. So hat er beispielsweise versucht, 1998 nochmals in seinen Beruf zurück zu kehren. Es funktionierte nicht. Sein Selbstwertgefühl war am Boden. Seit sechseinhalb Jahren arbeitet er nun in der Wendlinger Werkstatt und ist froh, dass er hier von acht bis kurz nach zwölf eine Aufgabe hat. „ Ich hatte noch nie das Gefühl, dass ich hier was Minderwertiges mache.“ Der Malkurs, an acht Freitagen, ist ihm, der er nicht mehr durchgängig belastbar ist, schon schwer gefallen. „Ich bin oft ganz müde reingegangen, aber immer mit neuer Energie wieder raus.“ Auch für den Künstler Bailly sind diese Kunstkurse etwas Besonderes gewesen. „Es war ein leichteres Arbeiten, als in anderen Kursen“, überlegt er, „völlig unkompliziert und unverbildet sind meine Schülerinnen und Schüler an ihre Aufgaben gegangen.“ Da habe kein Richtig oder Falsch im Vordergrund gestanden, keiner habe Angst vor Fehlleistungen gehabt. Sie hätten einfach gemalt. Herausgekommen sind Kopien von Cézanne, Marc oder Nolde. Zwar nach den Originalen aber doch hat jedes seinen ganz persönlichen Charakter. „Ich habe bewusst ganz klare Aufgaben vorgegeben und mich nur eingeschaltet, wenn es ums Handwerkliche ging“, sagt der Kunstdozent. „Wie er erklärt hat, wie man Farben mischen oder auftragen muss, war Klasse. Ich habe danach auch Farben hinbekommen, die ich mir sonst nicht hätte vorstellen können“, sagt sein Schützling Rieger. Er fügt hinzu: „In dem Malen konnte ich mich völlig verlieren und nochmal einen ganzen anderen Weg als sonst zu mir finden.“ Die Kunstkurse in der Werkstatt am Neckar sind möglich gewesen, weil die IST METZ Stiftung, eine Tochterstiftung der Stiftung Zeit für Menschen, der Werkstatt am Neckar partnerschaftlich verbunden ist und die Kunstseminare finanziell unterstützt hat. Die Ausstellung gehört zur Ausstellungsreihe „Bunt wie das Leben“, die die Samariterstiftung in ihrer Hauptverwaltung in Oberensingen organisiert. Zweimal jährlich werden im Foyer Werke von Menschen gezeigt, die in Häusern der Samariterstiftung leben beziehungsweise arbeiten oder aber von Künstlerinnen und Künstlern aus der Region. Max G. Bailly fungiert als Kurator der Ausstellungsreihe und hat mit „Wege in die Farbe“ die 20. ihrer Art eröffnet. Frank Wößner, Vorstandsvorsitzender der Samariterstiftung und Dirk Jägers, Geschäftsführer IST METZ haben die Grußworte zur Eröffnung gesprochen. Das Klassikduo KaRo mit Katrin Kramer und Roland Geiger haben die Vernissage musikalisch begleitet. Zu den Ausstellenden gehören: Marlene Blessing, Nathalie Mathieu, Ina Rebenschütz, Tanja Renner, Wilfried Kohls, Joachim Kuhn, Alois Pany, Erwin Tun und Jürgen Rieger. 

31.10.12 - Neues aus der Samariterstiftung

Mut zur Farbe ist ein Weg zu sich

Jetzt können ihn alle sehen! Den Emil Nolde, den Jürgen Rieger nachgemalt hat. Er hängt wie 34 andere Werke im Foyer der Samariterstiftung. Dort ist die Tage die Ausstellung, „Wege in die Farbe“, mit einer Vernissage eröffnet worden. Beschäftigte der Werkstatt am Neckar in Wendlingen, stellen bis zum 1. Februar des kommenden Jahres die Ergebnisse ihres künstlerischen Wirkens aus. Die Menschen, die aufgrund einer psychischen Erkrankung in der der Werkstatt arbeiten, haben unter Anleitung von Max G. Bailly zum Pinsel gegriffen und sich auf den Weg zu Farbe und sich selbst begeben.

31.10.12 - Samariterstift Leonberg+Seniorenzentrum Parksee, Neues aus den Einrichtungen

Artifex-Künstler stellen aus


31.10.12 - Neues aus der Samariterstiftung

Versuchen Sie mal eine Lawine zu stoppen

Ein Gespräch mit Uwe Breuninger, Regina Munz und Ulrike Schilling 

28.10.12 - Neues von ZEIT FÜR MENSCHEN

Jahresveranstaltung 2012 der Pfullinger Stiftung

Beginn ist um 19:00 Uhr. Cornelia Schad nimmt Sie auf eine Kultur- und Trekkingreise nach Peru mit. "ffortissimo", ein Chor des Liederkranzes Pfullingen und Gründungsmitglied der Stiftung singt. Am Ende der Veranstaltung wird zu einem kleinen Imbiss eingeladen.

25.10.12 - Neues von ZEIT FÜR MENSCHEN

Das Bosch-Sinfonierorchester spielte in Leonberg

Alexander Walther von der Leonberger Kreiszeitung schreibt dazu am 22.10.12 unter der Überschrift "Muikalische Glanzlicher, die elektrisieren": 

20.10.12 - Neues von ZEIT FÜR MENSCHEN, Samariterstift Leonberg+Seniorenzentrum Parksee

Sie können nicht nur Pakete gut....

Für Mitarbeitende von UPS vom Zentrum Ditzingen fast eine Selbstverständlichkeit: Mehrmals im Jahr versammeln sich kleine Gruppen in einer sozialen Einrichtung um ganz praktisch Hand anzulegen. Im Samariterstift Leonberg war es am Samstag 20. Oktober soweit. Nach einer kurzen Einführung durch die Pflegedienstleiterin Branca Peric wurde in die Hände gespuckt und unter Anleitung des Hausmeisters Roland Hüttner mal eben die Gartenanlage von Unkraut und Laub befreit. Zwei meldeten sich spontan, um Pinsel und Farbeimer in die Hand zu nehmen und ein Zimmer komplet zu weißeln.