Ausbildung in der Heilerziehungspflege

Sie interessieren sich für eine Ausbildung als Heilerziehungspfleger oder als Heilerziehungspflegerin in der Samariterstiftung? Dann haben Sie sicher ein paar Fragen. Schauen Sie sich ein wenig um - und rufen Sie uns an oder schreiben eine Mail, wenn Sie mehr wissen möchten.

Heilerziehungspfleger/in: „Ein toller Beruf“

Die Menschen mit Behinderung zu begleiten, ihnen zu assistieren und dabei zu größtmöglicher Selbständigkeit und Selbstbestimmung zu verhelfen – dass ist die Aufgabe.

„Bei uns ist alles geboten. Hier ist kein Tag wie der andere,“ erklärt Georg Schrode, während er den Frühstückstisch deckt. Um 6.30 Uhr hat er heute seinen Dienst mit der Weckrunde begonnen, um jedem Bewohner einen guten Morgen zu wünschen und etwas Zeit zu widmen. Bei insgesamt elf Personen – neun Männern und zwei Frauen im Alter zwischen 30 und 75 Jahren – dauert das schon einige Zeit. Georg Schrode ist Heilerziehungspfleger und arbeitet in der Wohngruppe Hohen Urach des Samariterstift Grafeneck.  Die Räumlichkeiten, für jeden der Hausbewohner ein eigenes Zimmer mit Dusche und WC, fördern Selbstbestimmung und eine größere Selbständigkeit in der Versorgung. Die kleine Gruppengröße und das gemeinsame Wohnen in einem „Doppelhaus“ stärkt das Gemeinschaftsgefühl.

Die meisten Bewohner hier brauchen Hilfe bei der Körperpflege und beim Anziehen, erzählt Susanne Pettenon, während sie das Pflegebad vorbereitet. Sie ist im zweiten Jahr der Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin. Etwa ab 6.30 Uhr erscheinen die ersten Frühaufsteher. “Beim Frühstück geht es manchmal hektisch zu“, sagt Georg Schrode, als er die Portionen abzählt und den Bewohnern das Essen mundgerecht zubereitet. Manche erhalten Schon- oder Diätkost. Darauf müssen wir genau achten. Die Bewohner, die in der Werkstatt an der Schanz in Münsingen arbeiten, beeilen sich, um rechtzeitig an der Bushaltestelle zu sein. 

Um ca. 8.45 Uhr gehen 3 Bewohner ins Nachbargebäude in die Förder- und Betreuungsgruppe, die von einem Heilerziehungspfleger und einer Sozialpädagogin geleitet wird. In dieser Gruppe werden kreative und handwerkliche Angebote gemacht, des weiteren auch Ausflüge, Spiele, etc.. Hier kann auf die unterschiedlichen Fähigkeiten der Bewohner gezielt eingegangen werden. Übergeordnetes Ziel ist, den Menschen dort Kompetenzen zu vermitteln, die sie bei einer Beschäftigung in der WfbM brauchen. 

Für die Rentner auf unserer Wohngruppe werden im Rahmen der tagesstrukturierenden Maßnahmen hauswirtschaftliche Tätigkeiten durchgeführt und u.a. Spaziergänge, Singen, Spiele, Werken, usw. an. 
Gleichzeitig ist „Hohen Urach“ die Anlaufstelle für alle Bewohner der Nachbargruppen, die nicht bei der Arbeit sind, da diese Wohngruppe durchgehend besetzt ist. 

Die Mitarbeiter erledigen auch den Haushalt, räumen die Küche auf, wischen ab und zu den Boden, säubern das Pflegebad oder versorgen die Wäsche. Die Bewohner werden natürlich so weit wie möglich in diese Tätigkeiten mit einbezogen.

Zu den Aufgaben der Mitarbeiter gehört es auch, die Krankheiten, Behandlungen oder Bedürfnisse der einzelnen Bewohner genau zu dokumentieren. Regelmäßig finden bewohnerbezogene Besprechungen unter Begleitung des Fachdienstes (Psychologe, Heilpädagoge, Ergotherapeutin) statt, bei denen die Angelegenheiten der jeweiligen Person ausführlich besprochen werden. Es wird angestrebt die Betreffenden so weit wie möglich mit einzubeziehen. Die Ergebnisse fließen dann in die Betreuungsplanung ein.

„Der Beruf an sich ist toll“, schwärmt der Heilerziehungspfleger. Um aber allen Anforderungen bei der so genannten Assistenz der zu betreuenden Menschen gerecht zu werden, bedarf es einer fundierten Ausbildung. Durch den jeweils vierwöchigen fachpraktischen Teil in Grafeneck, der stets mit dem zweiwöchigen Blockunterricht der Schule wechselt, erhalte man „sehr gute Einblicke“ in den Berufsalltag und die Arbeitsbedingungen. Heilerziehungspflege umfasst sowohl den Umgang mit Menschen mit geistigen Behinderungen als auch mit Menschen mit psychischen Behinderungen. 

Die wichtigste Voraussetzung ist für mich, sich in andere Menschen hineinversetzen zu können und sich für deren Empfinden zu sensibilisieren“, betont Frank Schrade.  „Der Kontakt mit dem Menschen ist für mich das Wichtigste,“ begründet der gelernte Maler und Lackierer seinen Berufswechsel. Im Vergleich zu seiner früheren Tätigkeit sei „der Umgang hier allgemein anders, irgendwie menschlicher. Im Sozialbereich ist jeder gleich, und ich erlebe mehr Kompromissbereitschaft“, erklärt der 28-Jährige. 

Zugangsvoraussetzung:  Abitur oder Mittlere Reife und ein Jahr Vorpraktikum in der Einrichtung 

Abschluss: Staatlich anerkannte/r Heilerziehungspfleger/in 

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (mit Vorpraktikum 4 Jahre) 

Ausbildungsbeginn: September 

Theoriephasen: Schulen für Heilerziehungspflege in den entsprechenden Landkreisen 

Einsatzorte in den Praxisphasen: Einrichtungen der Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie 

Ihre Bewerbung senden Sie bitte per Mail an bewerbung@samariterstiftung.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Wenn Sie uns Ihre Bewerbung per Post zukommen lassen wollen, senden Sie Ihre Unterlagen bitte an: Samariterstiftung Nürtingen, z.Hd. Frau Lisa Holtmann, Schlossweg 1, 72622 Nürtingen

Gerne können Sie sich bei Rückfragen auch per Telefon direkt an Frau Holtmann unter der Telefonnummer 07022-505290 wenden.

Sie haben noch Fragen? Dann melden Sie sich bitte in der Hauptverwaltung der Samariterstiftung bei Lisa Holtmann, Telefon 07022/505-290
Oder Sie schreiben eine E-Mail an Lisa Holtmann