Hausgemeinschaft - zufrieden wie zu Hause

Hochwertige Pflege: Kernpunkt des Wohnkonzeptes sind überschaubare, in sich abgeschlossene Wohneinheiten, die nicht mehr als 15 Personen zählen. Das gemeinschaftliche Leben ist ähnlich wie in einer Großfamilie. Die in der Hausgemeinschaft tätigen Pflegekräfte agieren wie in einem ambulanten Pflegedienst und ermöglichen jedem Bewohner eine individuelle, qualitativ hochwertige Pflege. Pflegeleistungen werden hauptsächlich im Einzelzimmer, dem Privatbereich, erbracht. Die Pflegefachkräfte sind rund um die Uhr anwesend und jederzeit ansprechbar. 

Es gibt vielfältige Felder des Engagements, wo sich Interessierte und Engagierte auch von außen in die Einrichtung einbringen und das Hausgemeinschaftskonzept zusätzlich beleben. So sieht zum Beispiel das Paten-Modell vor, dass es für jede Hausgemeinschaft einen ehrenamtlich tätigen Paten gibt. Er unterstützt die Anliegen der Hausgemeinschaft und hilft die Vernetzung ins Umfeld der Einrichtung zu intensivieren. Eine hohe Lebensqualität wird auch durch ein großes Maß an Mitgestaltung verwirklicht. Wie, wo und wie lange Bewohner mit gestalten wollen, ist ihnen überlassen. Sie werden in ihrer Eigenständigkeit willkommen geheißen und akzeptiert.

Demenziell erkrankt?
Das Modell der Hausgemeinschaft ist das Konzept, mit dem die Samariterstiftung auf die Herausforderungen reagiert, die sich künftig durch die durchschnittliche Alterstruktur der Bevölkerung ergeben. Auch Menschen, die an einer fortgeschrittenen Demenz erkrankt sind, erfahren und erleben innerhalb einer Hausgemeinschaft ein Gefühl des Aufgehobenseins. 

Architektur und Betreuung sind so aufeinander abgestimmt, dass jeder sich im beschützten Garten frei und eigenmächtig bewegen kann. Denn bekanntermaßen können demenziell erkrankte Menschen einen außerordentlichen Bewegungsdrang haben. In einzelnen Einrichtungen ist zudem eine Betreuung im gerontopsychatrischen Wohnbereich möglich, sofern eine spezielle Indikation hierfür vorliegt. Bei der Betreuung von Menschen mit demenzieller Erkrankung wird auf die enge Zusammenarbeit mit externen Fachleuten gesetzt. Es gibt einen regen Austausch mit niedergelassenen Ärzten, Fachärzten und Therapeuten, wie Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden.

Erinnern an Vertrautes hilft: Der Tagesablauf und die hauswirtschaftliche Versorgung werden von Alltagsbegleiterinnen gestaltet. Alltagsaktivitäten wie Kochen, Backen und Aufräumen können gemeinsam stattfinden und werden gefördert. 

Dieses „Vertraute“ schafft, vor allem für Menschen, die an Demenz erkrankt sind, ein hohes Maß an Sicherheit. Alltagsbegleiterinnen sind die persönlichen Assistenten der Bewohner und gestalten mit ihnen gemeinsam die Tagesstruktur. Die Alltagsbegleiterin ist eine neu entwickelte Qualifikation, die in der Samariterstiftung nach einem gemeinsam mit der IHK entworfenen Ausbildungsplan geschult und zertifiziert wird. Das garantiert qualifizierte Versorgung auf dem allerneusten Stand der Erkenntnisse. Die Samariterstiftung ist bekannt und bürgt für diese hohe Qualität.

Der Alltag: Frühstück, Mittagessen und Abendbrot werden zusammen in der Wohnküche vorbereitet und eingenommen. Die Versorgung mit ärztlich verordneter Diätkost ist gesichert. Auch individuelle Geschmäcker werden nach Möglichkeit bei der Gestaltung der Speisepläne berücksichtigt. Getränke wie Mineralwasser, Tee oder Kaffee sind den gesamten Tag über im Angebot. 

Ob Geburtstag, Ostern oder Weihnachten, das Feiern und Zelebrieren von jahreszeitlichen Ritualen oder persönlichen Festen schafft Sicherheit und Heimatgefühl. 

Die gemeinsame Tagesgestaltung in den Hausgemeinschaften wird zudem bereichert durch unterschiedliche Aktivitäten und Angebote. Das kann der Besuch des Wochenmarktes sein, die gemeinsame Malstunde oder ein Chorkonzert. Auch Gymnastik oder Bewegungsspiele sind im Angebot. Vor diesem Hintergrund kommt dem Ehrenamt eine gestärkte Rolle zu. Die Samariterstiftung spricht deshalb Interessierte gezielt an, bindet sie in den Alltagsablauf ein und bildet sie qualifiziert aus und fort.